10.05.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Schon immer allein?
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Hatte der Mond noch Geschwister? Wie behaupten sich Frauen in der Akademikerwelt und rettet Gentechnik aus der Nahrungsmittelkrise? Fragen und Antworten verlinkt das Wochenendwissen .
Bevor ein wissenschaftliches Forschungsergebnis publiziert wird, und es somit einer
bestimmten Öffentlichkeit zugänglich ist, wird der entsprechende Fachartikel von anderen Wissenschaftlern qualitativ begutachtet. Meist sind das ein oder mehrere
Experten des zugehörigen Fachgebietes.
Peer-Review ist der entsprechende Ausdruck dafür. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die
Unabhängigkeit von Autor und Gutachter. Der Gutachter selbst bleibt in diesem Prozess anonym, doch aus Gründen der Fairness gehen viele Zeitschriften dazu über, dass auch der Autor einer Studie anonym bleibt, die Begutachtung also
doppelblind stattfindet.
Das Fachmagazin Behavioral Ecology (BE) ist im Jahr 2001 zu diesem Begutachtungsprozess übergegangen und hat untersucht, wie sie daraufhin die Veröffentlichungsrate
weiblicher Erstautoren verändert hat. Mierk Schwabe hat sich in der
Zündspannung die Untersuchungsergebnisse
angesehen und fragt, ob Publikationen von Frauen in der Begutachtung tatsächlich
schlechter behandelt werden. «Es wäre aber tatsächlich mal interessant zu sehen, wie sich der Anteil der Erstautorinnen zum gesamten Frauenanteil im Akademischen Bereich verhält», kommentiert
Lars Fischer den Beitrag. Bereits vor einigen Wochen hatte sich Zum
universitären Geschlechterverhältnis und dessen Regulierung hatte sich bereits Tobias Maier in
WeiterGen Gedanken gemacht und findet es
seltsam oberflächlich, dass Bundesforschungsministerin Anette Schavan 200 Professorenstellen nur für Frauen schaffen will.
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Nachdem der einzige natürliche Erdtrabant über Jahrzehnte ein mehr oder weniger
abwechslungsreiches Schattendasein geführt hat, kann es den Weltraumnationen und auch Deutschland
gar nicht schnell genug gehen, den Mond im Dienste der Wissenschaft zu
missionieren und nebenbei vielleicht noch ein paar Bodenschätze mitzunehmen. Die
Bundesregierung prüft momentan die Mondmission. Wie der Mond entstanden ist und seit wann er die Erde umkreist, wird
seit Jahrhunderten diskutiert. In dieser Woche meldete der
New Scientist, dass die Erde früher sogar
mehr als einen Mond gehabt haben könnte.
Diese und andere Theorien fasst Florian Freistetter in
Astrodicticum Simplex zusammen und findet, dass «chaotische Bahnen und Kollisionen von Planeten nicht immer nur schlechte Eigenschaften haben».
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Im letzten
Wochenendwissen wurde mit dem
Tankuhrengleichnis über die Aussagekraft von Hirnscans bei der Untersuchung psychischer Phänomene spekuliert. In dieser Woche schiebt nun Stefan Schleim in
Menschen-Bilder, den
Pizza-Vergleich nach und erläutert wie das Gehirn «arbeitet» und was mit der
funktionellen Magnetresonanztomographie eigentlich gemessen wird. Für
Monika Armand bringt das «manches Licht in die
'forschungsmethodische' Dunkelkammer». Sie fragt sich, «ob nicht manche Interpretationen neurowissenschaftlicher Studien umgeschrieben werden müssten».
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Auch in dieser Woche kommt die
blogimmanente Medienschelte nicht zu kurz: Marc
fragt in der
Wissenswerkstatt, wie sich Journalisten bei umstrittenen Fragen wie der «grünen» Gentechnik positionieren. Offenbar
nicht so, wie es die Macher des TV-Magazins
Polylux in dieser Woche getan haben, denn «dümmlicher ist das Thema selten aufbereitet worden»,
schreibt Stefan Jacobasch in
Mahlzeit.
WeiterGen erkennt zumindest «Interessante Thesen», empfiehlt zum Thema dann aber doch lieber Lars Fischers
Überblick über die «Bedrohung Gen-Food».
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Und sonst:
Für das Web ediert von Daniel Kählert