Wochenendwissen:
Obama als Osama und die «Casa Maulkorb»
18. Jul 2008 18:15, ergänzt 19. Jul 2008 09:57
 |  Obama-Karikatur auf dem Cover des «New Yorker» | Foto: ap |
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Ein deutscher Stammzellenforscher fordert den Maulkorb für Journalisten, Barack Obama als Taliban und eine Tiroler Kuh. Was dahinter steckt, verlinkt das
Wochenendwissen.
Im Plazeboalarm von Marcus Anhäuser und Martin Schäfer geht es um
Pressefreiheit und die Rechte von Wissenschaftsjournalisten.
Hans Schöler, Direktor des Max-Planck-Instituts in Münster und weltweit anerkannter Stammzellenforscher, will Journalisten die Berichterstattung von bestimmten Tagungen untersagen. Der Aufforderung «Vamos ... haut uns die Argumente nur so um die Ohren» wurde Folge geleistet.
Wir müssen leider draußen bleiben
«buchstaeblich»
findet klare Worte, «Allein auf die Idee zu kommen, Journalisten bei einer öffentlichen Veranstaltung auszuschließen, erzeugt bei mir den Drang, erst mir an die Stirn zu greifen und dann dem Verursacher eine Aufwach-Ohrfeige zu verpassen.» Und fragt sich besorgt, «Werden demnächst Schildchen gemalt mit Journalistenpiktogrammen und Wir müssen leider draußen bleiben?»
Wohl dem, der alle Fakten kennt
Der Wissenschaftsjournalist
Volker Stollorz
gibt sich abgeklärt, «Ich glaube, die Casa »Maulkorb« ist im Grunde gar keine, worüber sich Wissenschaftsjournalisten und Wissenschaftler wirklich aufregen sollten, sofern alle die Fakten kennen.»
Über das Thema Meinungsfreiheit lesen wir auch in den ScienceBlogs.
Dort wird über die
Obama-Karikatur
auf dem Cover der aktuellen Printausgabe des
«New Yorker»
diskutiert. Auf dem Titel sieht man Barak Obama mit Turban, seine Frau trägt Waffe und Patronengurt. An der Wand hängt ein Porträt von Osama Bin Laden und im Kamin brennt eine US-Flagge. «fs» liefert dazu einen lustigen – wenn auch unverständlichen - Kommentar, «als analogie ausgedrückt, ich werfe auch nicht mit steinchen nach schlechtgelaunten kampfhunden».
Eine schöne Antwort auf die Frage nach einer vollständig politisch-korrekten Karikatur findet Michael Shaw. Über einem vollständig weißen Rahmen ist zu lesen: «Genießen Sie diesen kulturell, ethisch, religiös und politisch korrekten Cartoon. Danke schön!»
Gesund durch positives Denken
Gute Nachrichten: Positives Denken hilft gegen Herz-Kreislauf-Erkrankung (HKE). Im
«Medlog»
berichtet der Biologe Peter Artmann von einer interessanten Untersuchung aus dem Fachblatt
«Annals of Family Medicine»
. Pessimisten, die sich als anfällig für HKE betrachten, werden auch häufiger von solchen Erkrankungen betroffen. Männer, die ihr Risiko optimistisch als unterdurchschnittliches einschätzen, sterben tatsächlich seltener an HKE.
Positives Denken statt gesunde Ernährung
«Im Moment sind wir unschlüssig, ob wir Patienten überzeugen sollen, eine gesündere Lebensweise vorzunehmen oder ob es ausreicht, sie anzuleiten positiver zu denken», meint der für die Studie verantwortliche Robert Gramling von der University of Rochester.Fazit: Immer schön Schokolade essen – aber sich dabei gut fühlen!
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Netzsplitter - Was Tiroler Kühe so alles können
Die Wissenslogs machen auf eine
kleine Sensation im Bereich der Archäologie
aufmerksam. Eine Kuh hat in Osttirol ein Schmuckstück aus der Römerzeit gefunden.
Für das Web ediert von Patrick Loewenstein