Wochenendwissen:
Hippie-Schutzschirme und gefährliche Gehirne
05. Jul 2008 09:38, ergänzt 27. Aug 2008 12:08
 |  Justitia könnte bald neue Wege gehen | Foto: AP |
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Was die «Genetik politischen Handelns» ist, ob Hirnscans helfen, Verdächtige einer Straftat zu überführen und wer damit Geld verdienen will, verlinkt das
Wochenendwissen.
Neuro-Strafrecht: Schuld ist messbar - meinen Neurobiologen mit dem Hang zum extremen Determinismus.
Das Konzept des freien Willens existiert für sie nicht. Alle Handlungen laufen nach einem festen Schema ab und sind letztlich nur eine Kette von neuronalen Befehlen. Stephan Schleim stellt in den Brainlogs
"Das Gehirn vor Gericht"
und fragt fragt sich, wie man jemanden für schuldig befinden kann, wenn es doch bloß das Neuronenfeuern war, das zu einer Untat geführt hat.
Bunte Bilder ersetzten den Lügendetektor
Die Gefahr der unsachgemäßen Vermischung von Neuroforschung und der Bewertung von Informationen liegt auf der Hand. So arbeiten die US-amerikanische Firmen «No Lie MRI» und «Cephos» an Verfahren, die «Wahrheit» mit Computertomographien (MRT) herauszufinden. Die bunten MRT-Bilder sollten dann Auskunft über den Wahrheitsgehalt von Aussagen geben. «Wir brauchen eine Institution, die den Einsatz bildgebender Verfahren zur Lügendetektion reguliert», fordert Henry Greely, Neuroethiker und Professor für Rechtswissenschaft an der Stanford University.
Der neuronale Determinismus und seine Auswirkungen auf das Justizwesen sind nachzulesen in der
Online-Ausgabe von «Gehirn&Geist».
Das «Politik-Gen»
Determination spielt angeblich auch eine Rolle beim politischen Handeln. Die Bereitschaft zur Teilnahme an Wahlen ist angeboren. Diese verwegene These ist in der
Mai-Ausgabe des «American Political Science Review»
zu lesen. Jürgen Schönstein stellt den
Artikel in GeoGraffitico
vor. Aber damit nicht genug, mit bestimmten Medikamenten kann das Wahlverhalten eines Menschen zusätzlich noch durch ein Serotonin-Transporter-Gen modifiziert werden kann.
Peter Artmann kommentiert ,
«Na, das sind ja Nachrichten, mit denen man Wahlen gewinnen (oder verhindern) kann! Denn für beide Rezeptoren gibt es schon hocheffiziente Blocker (die lustigerweise als Antidepressiva eingesetzt werden) – diese Antidepressiva listet Herr Artmann dann auch auf.
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In seinem «Krieg gegen den Unsinn der Terrorismus Panikmache» stellt uns Ali Arbia in den ScienceBlogs
zehn Anti-Terrorismuspatente
vor. Darunter auch ein Hippie-Schutzschirm und ein mobiles Krematorium. «florian» merkt dazu an, Selbstmordattentäterhippies!? Sachen gibts...»
Für das Web ediert von Patrick Loewenstein