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Wochenendwissen: 

Faszinierendes Fett

23. Mai 2008 15:25
Dynamisches Gewebe
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Hängt alles mit allem zusammen? Ist Fett ein dynamisches Gewebe und warum googeln Wissenschaftler so viel? Das und mehr verlinkt das Wochenendwissen.

Im vergangen Sommer berichtete die Netzeitung über die medizinische Notwendigkeit des Waschbrettbauches. Mit weniger Fett lebt es sich gesünder, heißt das Mantra der Gesundheitsapostel und auch die Statistik in Form der nationalen Verzehrstudie II ruft aus: Jeder fünfte Bundesbürger ist adipös (stark übergewichtig). Gefundenes Fressen für Lebensmittelindustrie, Hochglanzmagazine und alle anderen, die ihr Geld mit dem Schlankheitsversprechen verdienen. Das Fett muss weg! Doch ganz so einfach ist das nicht.

Wie Wissenschaftler kürzlich im Magazin Nature berichteten, hält der menschliche Organismus ab etwa dem 20. Lebensjahr die Zahl der Fettzellen im Körper konstant. Zwar werden diese ständig ausgetauscht – die Menge der Zellen bleibt aber ungefähr gleich, was die Vermutung zulässt, dass Fettgewebe nicht einfach nur Energiespeicher ist. Im Fisch-Blog hat sich Lars Fischer mit dieser und weiteren Fett-Studien befasst und erklärt , wie Fettzellen durch frühere Atomtests einen Zeitstempel bekommen haben und wo der Unterschied zwischen gutem und bösem Fett ist. Schließlich kommt er zu dem Schluss: «Das Fett muss gar nicht so dringend weg.»

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Besonders in den Naturwissenschaften werden immer mehr Arbeiten online publiziert, aber auch die Geisteswissenschaften ziehen in diesem Punkt nach. Und spätestens seit der Berliner Erklärung gewinnt hierzulande der offene Zugang zu wissenschaftlichem Wissen immer mehr Bedeutung. Doch in welchem Umfang nutzen die Wissenschaftler das Wissen im Internet? Annette Kolbe berichtet im CiberaBlog über eine Umfrage im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft, nach der 90 Prozent der deutschen Wissenschaftler ein Suchportal vermissen, das ihren Anforderungen gerecht wird. 80 Prozent der Akademiker versuchen es deswegen erstmal über Google, um dann wahrscheinlich doch in die Bibliothek zu gehen.

Aus den Ergebnissen der Studie liest Kolbe heraus, dass Online-Angebote von deutschen Wissenschaftlern eher selten genutzt werden. Dabei gibt es großartige Onlinequellen – die müssten nur bekannter gemacht werden. Das Wochenendwissen möchte diesen Faden aufnehmen und auf das nicht nur für Historiker interessante Portal Clio-Online der Humboldt-Universität zu Berlin hinweisen. Neben Rezensionen und online publizierten Fachbeiträgen lässt sich auch komfortabel in historischen Datenbanken stöbern. Zudem werden angehende Historiker per Online-Anleitung fit für den ersten Besuch in einem Archiv oder die erste wissenschaftliche Publikation gemacht.

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Ein neuer Blog bereichert die wissenschaftliche Blogosphäre: Monika Armand will in AHMZ zeigen, dass alles mit allem zusammenhängt und lädt direkt im ersten Blogeintrag zu einem Spielchen ein. Richard lässt sich darauf ein , denkt an Spiegelneuronen und schlägt ein Bleistiftexperiment vor. Andere assoziieren weniger, nur Helmut Wicht fühlt sich animiert , etwas über den Menschen als Mitte der Welt zu schreiben.

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Auf tragische Weise passend zur UN-Artenschutzkonferenz, sterben nahezu zeitgleich massenweise Bienenvölker in Baden-Württemberg . Vermutet wird dahinter das Insektizid Chlothianidin, mit dem der Maiswurzelbohrer bekämpft werden soll. In der Wissenswerkstatt bündelt Marc die Indizien gegen Chlothianidin und berichtet , wie schon seit Jahren unter anderem auch aus Frankreich und Italien gewarnt wird. Rätselhaft erscheint dabei nicht mehr das Bienensterben, sondern die Rolle des Bundesamtes für Verbraucherschutz. Der Blogautor fragt: «Gab es eine Güterabwägung, ob man lieber ein Bienensterben in Kauf nehmen wollte oder die Ausbreitung des Maiswurzelbohrers bekämpfen? Oder war einfach die Lobbyarbeit und Beschwichtigung seitens Bayer CropScience so effektiv?»

In den Kommentaren schreibt Imker Fridolin Brandt ein paar Zeilen über die Lobbyarbeit der Pflanzenschutzindustrie, und für Leser Joerg stellen sich Monsanto, Bayer etc. als «die wahren Bösewichte des neuen Jahrtausends» heraus. Auch im Blog Mahlzeit wird über das Bienensterben diskutiert, allerdings wird in den Kommentaren vor voreiligen Schlüssen gewarnt.

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Und sonst: Astrodicticum simplex trägt zu seinem vor einigen Wochen gesammelten Mondwissen noch esoterischen Unsinn nach. Und im Blog Wissen schafft Kommunikation wurde ein großartiges Video über die Welt der Chemie gefunden, das auch den Lesern der Netzeitung nicht vorenthalten werden soll:




 
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