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Lupe Polizistenmörder von Bonn war geistig verwirrt

Der Italiener, der in Bonn-Bad Godesberg einen Polizisten erschossen hat, soll sich zeitweise in psychatrischer Behandlung befunden haben.

Der Polizistenmörder von Bonn war offenbar geistig verwirrt. Dies hätten erste Ermittlungen zu dem 46-jährigen Italiener ergeben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Der Mann, der aus Rom stammt, sei am späten Montagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt worden.

Der Verdächtige war erst am Tag vor der Tat in Bonn eingetroffen, so der Leiter der Bonner Mordkommission. Der Mann habe 1980 mindestens ein Jahr lang in Köln gearbeitet, sei dann aber nach Italien zurückgekehrt. Dort soll er nach bisherigen Erkenntnissen 1984 aufgrund einer nicht genauer bekannten Straftat in psychatrischer Behandlung gewesen sein.

Täter bedrohte 86-Jährige
Nach den Schüssen auf zwei Polizisten in Bonn-Bad Godesberg hatte der Mann am Sonntag zunächst versucht, einer 86-jährigen Frau mit vorgehaltener Pistole die Hausschlüssel abzunehmen. Als eine Autofahrerin der Frau zu Hilfe kam, bedrohte er diese und fuhr in ihrem Auto davon.

Er wurde daraufhin von einem am Tatort eingetroffenen Streifenwagen verfolgt und konnte kurze Zeit später gefasst werden, so die Polizei weiter.

Die beiden Beamten waren wegen eines Kellereinbruchs am Sonntagnachmittag zu dem Haus in Bad Godesberg gerufen worden. Als die Polizisten ankamen, floh der Einbrecher. Die Beamten konnten ihn aber bald einholen. Noch ist unklar, was sich dann ereignete. Ein Polizeikommissar wurde durch zwei Kugeln in der Brust tödlich getroffen. Sein Kollege erlitt einen Bauchschuss. (nz)