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Kaum Verlass auf Suchmaschinen
21. Dez 2001 16:13

Die Suchmaschinen im Internet haben noch hohe Fehlerquoten. Zu diesem Urteil kommt eine Studie der FH Köln.
 
Auch Suchmaschinen können nur bedingt durch das World Wide Web navigieren: Nur jeder fünfte Suchmaschinen-Treffer hilft wirklich weiter, besagt eine Kölner Untersuchung. Darin haben Studierende des Fachbereichs Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln die Trefferlisten einer inhaltlichen Analyse unterzogen.

Wenig präzise

Mehr in der Netzeitung:
Von Mai bis Juli 2001 wurden die deutschen Suchmaschinen Abacho, Acoon, Fireball und Lycos sowie die Webkataloge Web.de und Yahoo! untersucht. Newcomer wie die in jüngster Zeit auch in Deutschland sehr erfolgreiche Suchmaschine «Google» kommen in der Untersuchung allerdings noch nicht vor.

Als Prüfwerte dienten die drei Kriterien «Recall», «Precision» und «Availability». Unter dem Stichwort «Recall» gingen die Studierenden der Frage nach, wie viel Prozent der zur Suchanfrage passenden Webseiten gefunden wurden. Beim relativen Recall erreicht Lycos als Testsieger rund 42 Prozent. Über dem Durchschnitt von 30 Prozent liegen Abacho und Fireball, unter dem Durchschnittswert Yahoo!, Acoon und Web.de. Im Schnitt finden die Suchwerkzeuge von zehn relevanten Webseiten nur drei.

Viel virtueller Ballast

Die so genannte «Precision» fragt, wie viele der ausgegebenen Treffer relevant sind. Das Ergebnis war insgesamt dürftig: Es wurden Durchschnittswerte von 18,6 Prozent erreicht, von fünf Treffern war also gerade mal einer brauchbar. Gut 80 Prozent der in der Trefferliste aufgeführten Dokumente sind schlicht Ballast, so die Analyse.

Zum letzten Kriterium, der «Availability», wurde überprüft, wie viele vorher bekannte Webseiten die Suchmaschinen finden konnte. Hier erreichte Lycos mit 72 Prozent den besten Wert. Mit großem Abstand folgen die übrigen Suchmaschinen und danach die Web- Kataloge. Lycos deckt offenbar beachtliche Mengen der deutschen Webseiten ab, so die Schlussfolgerung der Forschungsgruppe. Sie führen dies unter anderem darauf zurück, dass Lycos die Datenbasis des norwegischen Unternehmens Fast gekauft hat.

Die NZ Netzeitung GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Lycos Europe. (nz/jkm)





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