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UV-Schutz bei Antarktis-Pflanzen
27. Nov 2001 09:34

Das Untersuchungsgebiet in der Antarktis
Foto: Bruva
Wegen des Ozonlochs sind die Pflanzen der Antarktis starker UV-Strahlung ausgesetzt. Doch Moose, Gräser und Flechten können sich – in Grenzen – schützen.
 
Die Flechten und Moose der Antarktis haben sich gegen die Folgen der Zerstörung der Ozonschicht gerüstet. Der erhöhten ultravioletten Strahlung setzen die Pflanzen Schutzpigmente und genetische Reparatur-Mechanismen entgegen.

Befürchtete Gen-Schäden

Mehr in der Netzeitung:
Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine niederländisch-britische Forschergruppe. Seit 1997 hatten die Forscher Gräser, Flechten, Moose und Algen der antarktischen Pflanzenwelt untersucht.

Besonders im Frühjahr sind die Pflanzen einer erhöhten UVB-Strahlung ausgesetzt. Um die Wirkung der Strahlen abschätzen zu können, deckten die Forscher die Pflanzengruppen jeweils zur Hälfte mit UV-Filtern ab.

Die ungeschützten Artgenossen wurden dann auf Schutzpigmente und genetische Fehler untersucht. Tatsächlich entwickelten stärker bestrahlte Pflanzen mehr schützende Pigmente, berichtet die niederländische Ökologin Daniela Lud. Die befürchteten Gen-Schäden waren deshalb kaum feststellbar.

Flechten überwuchert

Mehr im Internet:
Mehr Probleme als die Strahlung verursacht offenbar der Temperaturanstieg: Die Moose und Gräser profitieren von wärmeren Temperaturen und wachsen schneller als noch vor Jahren.

Das Nachsehen haben die Flechten, deren Wachstum sich nicht beschleunigt hat. Die symbiotischen Gewächse aus Algen und Pilzen wachsen nur langsam. Sollte die Erwärmung anhalten, könnten die Flechten deshalb von Gräsern verdrängt werden, schätzt Daniela Lud. (nz/jkm)





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