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Schnelle Reparatur von UV-Schäden bei Pflanzen
07. Sep 2001 09:50

Die schwindende Ozonschicht setzt Pflanzen und Tiere verstärkt UV-Strahlen aus. Zumindest Pflanzen scheinen damit ganz gut umgehen zu können, Meeresalgen sind dagegen deutlich anfälliger.
 
Den Pflanzen in der Antarktis schadet das Ozonloch wahrscheinlich weniger als bisher vermutet. Zellschäden durch steigende UV-Strahlung können einige Pflanzen innerhalb nur eines Tages reparieren. Von diesem Mechanismus berichtete ein niederländisches Forscherteam um Daniela Lud vom Netherlands Institute of Ecology in Yerseke jetzt auf einer Fachkonferenz. Lud hatte bei der Untersuchung antarktischer Pflanzen nur geringe Schäden im pflanzlichen Erbgut gefunden. Derartige DNA-Fehler hätten die betroffenen Pflanzen innerhalb von 24 Stunden behoben, berichtete die Forscherin.

Sonnenschutz im Moos

Mehr in der Netzeitung:
  • Die Arktis schmilzt schneller 28. Mrz 2001 12:25
  • Sonnenschutz aus Meeresalgen 20. Jul 2001 09:44
  • UV-Schutz bei Wasserflöhen 05. Jul 2001 06:13
  • Gegenüber dem Magazin «New Scientist» bestätigten auch britische Forscher diese Befunde. Kevin Newsham vom British Antarctic Survey konnte beobachten, dass verschiedene Moos-Arten und Leberblümchen der verstärkten UV-Strahlung mit eigenen Sonnenschutz-Pigmenten begegnen.

    Diese Funde dürften aber nicht als Beleg für die Harmlosigkeit der UV-Strahlung angesehen werden, gibt die Biologin Deneb Karentz von der University of San Francisco zu bedenken. Sie erinnerte die Konferenz daran, dass das Ozonloch schon rund 25 Jahre auf die Antarktis einwirkt. «Organismen, die der steigenden UV-Strahlung nichts entgegen zu setzen haben, sind wahrscheinlich schon längst verschwunden», schätzt die Forscherin.

    Algen UV-anfällig

    Mehr im Internet:
    Anfälliger als Landpflanzen reagieren offenbar Meeresorganismen auf den Anstieg der UV-Strahlung: Patrick Neale vom Smithsonian Environmental Research Center in Washington berichtete der Konferenz, antarktisches Phytoplankton sei nur noch eingeschränkt zur Photosynthese fähig. Weil das Plankton auch in tiefem Wasser Sonnenlicht «ernten» muss, besitzt es kaum Sonnenschutz-Pigmente. Wenn Strömungen das Plankton dann zu weit an die Oberfläche treiben, kann es schneller und nachhaltiger durch UV-Strahlung geschädigt werden. (nz/MWn)





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