China meldet Erfolg bei der Panda-Zucht
21.08.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Einer der am 20. August geborenen Pandazwillinge
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Nach der Geburt von durch künstliche Befruchtung gezeugten Pandazwillingen hoffen chinesische Wissenschaftler auf einen «Babyboom» bei der bedrohten Tierart.
Ein Riesenpanda hat im Zuchtzentrum von Chengdu in Südwestchina Zwillinge zur Welt gebracht. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag unter Berufung auf die chinesische Agentur Xinhua. Mit weiteren Geburten ist in nächster Zeit zu rechnen, da noch zwölf weitere Pandas trächtig sind. Geburtstermine sind schwer vorhersagbar, da Schwangerschaften von Pandas zwischen 80 und 180 Tage dauern können.
Lebensraum bedrohtYaya, die Mutter der Zwillinge, und ihr Bruder Xianxiang waren das erste Panda-Zwillingspaar, das in Gefangenschaft geboren wurde und überlebt hat. Mehrlingsgeburten sind unter gefangenen Pandas nicht unwahrscheinlich, da die Tiere oft mit dem Samen von mehreren Männchen künstlich befruchtet werden, erklärte Wu Jiangqiu, Vizedirektor des Zentrums in Chengdu, der Nachrichtenagentur. In der Natur wurde bisher erst eine Zwillingsgeburt nachgewiesen.
Pandas gehören zu den am meisten bedrohten Tierarten weltweit. Ihr Lebensraum in Zentral- und Südchina sowie in Vietnam und Myanmar wird durch den Menschen immer mehr eingeengt. In China gibt noch etwa 1000 frei lebende Riesenpandas, die meisten in den Bergen um das Becken von Sichuan.
Seit 1963 wurden etwa 100 Pandas durch künstliche Befruchtung gezüchtet, von denen 61 überlebt haben. 110 Pandas leben weltweit in Gefangenschaft, davon etwa zwei Drittel im Woolong-Reservat und in der Zuchtstation von Chengdu. (nz)