netzeitung.deWeiße Haie: Mutter bleibt daheim

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Die Wissenschaft weiß jetzt mehr über die 'Großen Weißen'. (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die Wissenschaft weiß jetzt mehr über die 'Großen Weißen'.
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Wandernde Männer und «bodenständige» Frauen. Haie ähneln in ihrem Verhalten eher den Meeressäugern als ihren Fisch-Verwandten.

LONDON. Während männliche Weiße Haie in den Ozeanen umherstreifen, bleiben die Weibchen in ihren Heimatregionen. Damit ähnelt die Lebensweise der Raubfische der von Meeressäugern wie Walen und Delfinen, berichten amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Nature.
Erbgut-Mischung
Die Forscher um Andrew Martin von der Universität Colorado haben das Erbgut von Haien aus Gewässern um Australien, Neuseeland und Südafrika untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass sich die Gene, die nur Weibchen weiter geben, zwischen den verschiedenen Populationen deutlich unterscheiden. Der Befund ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Weibchen meist in der selben Gegend bleiben. Die Männchen-spezifischen Gene dagegen waren über die Populationen verteilt und stark durchmischt. Sie weisen damit auf ein ausgeprägtes Wanderleben ihrer Träger hin.

Auch andere Aspekte wie die lange Lebensspanne und der geringe Nachwuchs der Weißen Haie kennzeichnen eher Meeressäuger als Fische. Diese Resultate müssten bei Schutzbemühungen der vom Aussterben bedrohten Tiere berücksichtigt werden, fordern die Forscher. (nz/ddp)