«Dreckiges Dutzend» verboten
22.05.2001
Herausgeber: netzeitung.de
Der Unterzeichnung des Abkommens in der schwedischen Hauptstadt durch 86 Staaten waren zweijährige internationale Verhandlungen unter der Führung des UN-Umweltprogramms (UNEP) vorausgegangen. Die Konvention tritt in Kraft, sobald sie von 50 Staaten ratifiziert ist. Es wird erwartet, dass dies einige Jahre dauern wird. Viele der 127 Staaten, die sich auf die Konvention geeinigt haben, wollen sie nach eigenen Angaben aber bereits ab sofort umsetzen.
Mit der Konvention werden Produktion, Import, Export, Entsorgung und Anwendung der POPs strengen Kontrollen unterworfen. Die meisten Chemikalien des «dreckigen Dutzends» werden vollständig verboten. Ausnahmen gibt es für DDT, das in vielen armen Ländern noch zum Kampf gegen Malaria übertragende Insekten gebraucht wird, und für PCB, das in elektrischen Transformatoren verwendet wird. Sie sollen verboten werden, sobald angemessene und bezahlbare Alternativstoffe gefunden sind.
POPs können beispielsweise mit verdunstendem Wasser aufsteigen, mit dem Wind verweht werden, über Wasser oder Land niedergehen, erneut verdunsten und sich wieder absetzen. Dadurch können sich die Stoffe im Gewebe von Menschen anreichern, die Tausende Kilometer entfernt von der eigentlichen Quelle der Verschmutzung leben. (nz/AFP)

