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UNO will bedrohte Affen retten
21. Mai 2001 13:20
 | Bedrohte Art: Gorilla | | Foto: Web |
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Sie könnten in wenigen Jahren aussterben: Großaffen wie Gorillas und Orang-Utans. Ein UN-Schutzprogramm soll die extrem bedrohten Arten doch noch retten.
NAIROBI. Mit einem weltweiten Millionenprojekt will das UN-Umweltprogramm (UNEP) bedrohte Affenarten vor dem Aussterben retten. Wie die Organisation am Montag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mitteilte, soll das «Überlebens-Projekt für große Affen» (Grasp) vornehmlich Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans in Afrika und Südost-Asien zugute kommen.
«Die Uhr steht auf einer Minute vor zwölf für die großen Affen. Einigen Schätzungen zufolge könnten bereits in fünf bis zehn Jahren einige Arten ausgestorben sein», sagte UNEP-Exekutivdirektor Klaus Töpfer. Und nennt die vorrangigen Gründe dafür: Kriege, der Handel mit Affenfleisch, die Verknappung des Lebensraums sowie die noch immer verbreitete Souvenirjagd. «Wir können nicht zusehen, wie diese wunderbaren Wesen, deren Erbinformation sich bis zu 98 Prozent mit der menschlichen deckt, aussterben», sagte Töpfer.Für das Programm stellt die UNEP ein Startkapital von 150.000 US-Dollar (330.000 Mark) bereit. Damit soll in erster Linie Aufklärungsarbeit in den betroffenen Regionen betrieben werden. Im weiteren Verlauf möchte die Organisation das Programm auf eine Million US-Dollar aufstocken. (dpa)
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