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Dschungelpfade in der Stadt
02. Apr 2001 09:08

In Leipzig ist das weltgrößte Freigehege für Menschenaffen eröffnet worden. Neben der Attraktion für Besucher bietet es auch Raum für ernsthafte Forschung.
 
LEIPZIG. Ab Montag können Besucher des Leipziger Zoos auf Safari gehen. «Pongoland», die weltgrößte Anlage für Menschenaffen, ist am Sonntag offiziell eröffnet worden. Auf 30.000 Quadratmetern sollen sich einmal 60 Tiere tummeln. Sie werden vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm vermittelt und kommen aus verschiedenen Zoos nach Leipzig.

Mehr im Internet:
Bereits jetzt werden in der Anlage, die gemeinsam mit dem in Leipzig ansässigen Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie errichtet wurde, alle vier Menschenaffenarten der Welt gezeigt. 16 Affen leben bereits in dem neuen Haus, 15 weitere sind im Zoo eingetroffen, leben aber noch in Quarantäne.

Dem Lebensraum nachgestaltet

Den Kern des Affenhauses bildet eine Tropenhalle. Wassergräben und Felslandschaften bilden natürliche Barrieren. Die Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und Bonobos leben in einer Umwelt, die ihren natürlichen Lebensräumen nachgestaltet ist.

Um die Halle gruppieren sich vier weiträumige Außenanlagen mit Höhlen, Hütten, Buchten und Wassergräben. Die Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts haben in der Anlage ein Forschungscamp eingerichtet. «Wir wollen das Verhalten der Affen studieren», sagte Michael Tomasello, Direktor des Instituts. Die Max-Planck-Gesellschaft hat den größten Teil der für den Bau benötigten 30 Millionen Mark aufgebracht.

Öffentliche Forschung

Worin bestehen die Unterschiede zwischen den vier großen Menschenaffenarten und wie ähnlich sind sie dem Menschen? Diese und andere Fragen wollen die Wissenschaftler erforschen. Den großen Teil der Studien werden die Wissenschaftler in den offenen Arealen betreiben. Die Besucher können so ihre Arbeit beobachten. Die Forschung kann jedoch erst im Sommer beginnen, zunächst müssen sich alle Primaten in ihrer neuen Heimat einleben. (nz/dpa)





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