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Der Mensch kommt auch aus Australien
09. Jan 2001 12:54 Die «Out of Africa»-Theorie über die Herkunft des Menschen ist nach Meinung australischer Wissenschaftler nicht mehr zu halten.
SYDNEY/BERLIN: Die ersten Menschen haben nicht, wie bislang von der überwiegenden Mehrheit der Anthropologen vermutet, allein in Afrika gelebt. Ein Forscherteam um Alan Thorne von der Universität von Canberra fand per DNA-Analyse eines 60.000 Jahre alten Skeletts heraus, dass zumindest eine Wiege der Menschheit in Australien stand.
Mungo`s Man
Mehr im Internet: Zur Evolution des Menschen |
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Thorne sagte am Dienstag, die DNA-Analysen zeigten keinerlei Verbindung zu afrikanischen Vorfahren: «Es gibt moderne Menschen (-Fossilien, Anm. d. Red.) in Australien, die überhaupt nichts mit Afrika zu tun haben.« Das Skelett von «Mungo´s Man» war 1974 am Mungo-See in New South Wales gefunden worden.
Verschiedene Ursprünge Thorne vertritt die «Regionale-Kontinuitäts-Theorie», die bisher nur bei einer Minderheit der Experten Unterstützung fand. Sie besagt, dass der moderne Mensch von verschiedenen Vorfahren der Art Homo erectus aus Afrika, Europa, Ostasien und Westasien abstammt.
Die alte Theorie wackelt Wenn sich die Ergebnisse als richtig erweisen, muss die Ur- und Frühgeschichte des Menschen neu geschrieben werden. In einem vorab veröffentlichten Kommentar in einer Fachzeitschrift (Proceedings of the National Academy of Sciences, PNAS) weist der Anthropologe John Relethford allerdings darauf hin, dass zur Stützung der neuen, auf DNA-Analyse basierenden Theorie noch fossile und archäologische Nachweise fehlen. (nz)
Für das Web ediert von Richard Friebe |
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