EADS Astrium Satellites und der italienischen Thales Alenia Space bauten den 700 Kilogramm schweren Giove-B, wie die Agentur Interfax in Moskau meldete. Der künstliche Erdtrabant hat eine hochpräzise Atomuhr an Bord. Neben der Überprüfung neuer Technik im Erdorbit dient diese Satellitenmission auch der Vermessung und Bestimmung der Umlaufbahnen für die zukünftigen Galileo-Satelliten. Deutschland als großer Nettozahler der EU war im vergangenen Jahr noch entschieden gegen die EU-Finanzierung des Projekts. Die EU-Kommission konnte aber Bedenken zerstreuen, dass deutsche Unternehmen bei der Umsetzung zu kurz kommen könnten.
Am DLR-Standort Oberpfaffenhofen wird gegenwärtig eines der beiden für den späteren Betrieb des Systems verantwortlichen Kontrollzentren aufgebaut. Ein Expertenteam im italienischen Kontrollzentrum Fucino steuert den Giove-B. (AP/dpa)