03. Apr 2008 11:00
Kaffee werden inzwischen viele positive Eigenschaften nachgesagt. Wissenschaftler haben nun einen weiteren Grund für die tägliche Tasse des anregenden Getränks gefunden.
Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Barriere zwischen zentralem Nervensystem und Blutkreislauf. Im Blut zirkulierende Krankheitserreger oder Gifte werden so vom Gehirn ferngehalten. Neben Entzündungen und Durchblutungsstörungen kann auch ein zu hoher Cholesterinspiegel dieses Schutzsystem durchlässig machen.In der aktuellen Studie verabreichten die Wissenschaftler Kanninchen täglich eine Dosis von drei Milligramm Koffein und fütterten sie mit cholesterinreicher Nahrung. Nach zwölf Wochen war die Blut-Hirn-Schranke bei den Tieren, die täglich Koffein bekamen, deutlich weniger geschädigt als bei einer Vergleichsgruppe.
Das Koffein scheine die Bildung der in der Blut-Hirn-Schranke wirksamen Tight-Junction-Proteine zu unterstützen, vermuten die Wissenschaftler um Studienleiter Jonathan Geiger. Diese Proteine bilden die eigentliche Abdichtung der Blut-Hirn-Schranke, da sie mit Proteinen der Nachbarzelle eine sehr dichte Verbindung (tight junction) eingehen.Die Studie untermauert damit frühere Thesen, wonach regelmäßiger Kaffeekonsum den Ausbruch von Alzheimer verzögern kann oder Nervenleiden wie die Parkinsonsche Krankheit gehemmt werden können. (nz)