Prähistorischer Fund in Brasilien:
Neue Krokodilart entdeckt
27. Mrz 2008 20:19, ergänzt 28. Mrz 2008 08:58
 |  Kiefer und Rekonstruktion des fossilen Krokodils Guarinisuchus munizi | Foto: dpa |
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Guarinisuchus munizi hat das Aussterben der Dinosaurier überlebt. Das 62 Millionen Jahre alte Skelett des «Kriegers der Meere» wird nun in Rio de Janeiro präsentiert.
Die entdeckte Krokodilart gehört zur Familie der Dyrosauridae und ist als «Krieger der Meere» bekannt, weil sie das Aussterben der Dinosaurier vor etwa 65 Millionen Jahre überlebt hat, betonten die Wissenschaftler. Eine Nachbildung in Lebensgröße des Krokodils wurde am Mittwoch im Museum der Bundesuniversität von Rio de Janeiro (UFRJ) vorgestellt. Von Samstag an soll das Modell zusammen mit Fossilteilen auch für das Publikum ausgestellt werden.
«Wanderungs-Theorie»
Das ausgegrabene Fossil ist sehr gut erhalten und umfasst Schädel, Kiefer und Wirbelknochen. Guarinisuchus munizi ist offenbar eng mit Krokodilen verwandt, die einst in Afrika lebten, und erlaubt die Entwicklung einer neuen «Wanderungs-Theorie», erklärte die Wissenschaftlerin Maria Sales Viana. «Man hat primitivere Fossilien des Krokodils in Afrika, jüngere in Südamerika und weiter entwickelte in Nordamerika gefunden. Das zeigt, dass es eine transozeanische Migration gegeben hat», sagte sie bei der Vorstellung.
Dünne spitze Zähne
«Dabei haben wir das Tier durch Zufall gefunden, als wir einen nur kommerziell betriebenen Steinbruch besucht haben», freut sich Wissenschaftler José Barbosa von der Bundesuniversität von Pernambuco. UFRJ-Paläontologe Alexander Keller hob die dünnen und spitzen Zähne hervor, die zeigten, dass sich die entdeckte Echse von Fischen ernährt und im Meer gelebt habe. Die heutigen Krokodile leben, bis auf das seltene Salzwasserkrokodil, in Flüssen und Seen. (nz/dpa)