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Explosion im Weltall: 

Gigantische Supernova verzückt Astronomen

22. Mrz 2008 11:03, ergänzt 27. Mrz 2008 12:20
Nasa-Satellit fotografiert Supernova-Ausbruch
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Eine gewaltige Sternenexplosion in tiefster Ferne des Alls fasziniert die Wissenschaftler: Ein Nasa-Satellit registrierte das Schauspiel, das sich mehrere Milliarden Lichtjahre entfernt abspielte.

Sie war 2,5 Millionen Mal heller als die leuchtstärkste bisher beobachtete Supernova, wie die US-amerikanische Pennsylvania State University berichtete. Der Gammastrahlen-Ausbruch war so hell, dass sein Licht sogar mit bloßem Auge zu sehen gewesen sei. Gammastrahlen-Ausbrüche sind nach dem Urknall die stärksten Explosionen im Universum.

Das am 19. März um 02.12 Uhr erfasste Licht musste das halbe Universum durchqueren und damit 7,5 Milliarden Lichtjahre bis zur Erde zurücklegen. Damit ist das Phänomen das fernste bekannte Objekt, das von Menschen ohne Hilfsmittel am Nachthimmel wahrzunehmen war. Den bisherigen Rekord hielt die relativ nahe gelegene Galaxie M33, die in einer Entfernung von 2,9 Millionen Lichtjahren zur Erde mit bloßem Auge zu sehen war, wie die US-Astronomen berichteten.

Über das vom Nasa-Satelliten «Swift» registrierte Licht äußerten sich die Wissenschaftler überwältigt. «Innerhalb von 24 Stunden haben wir eine unglaubliche Aktivität am Himmel beobachtet - fünf Gammastrahlen-Explosionen und verschiedene andere Ausbrüche. Und in der Mitte von all diesem Geschehen war das leuchtendste Strahlen, das wir je gesehen haben», sagte der Astronom und Astrophysiker Professor David Burrows. «Wir haben auf so einen intensiven Gammastrahlen-Ausbruch gewartet, seitdem 'Swift' vor drei Jahren mit der Beobachtung des Himmels begann», sagte Burrows weiter. «Und nun haben wir so eine Strahlenintensität bekommen, dass sie mit dem bloßen Auge zu sehen war, obwohl ihre Quelle das halbe Universum entfernt liegt.»

Sein Fachkollege Derek Fox sagte, falls sich der Ausbruch in unserer Galaxie ereignet hätte, wäre er fast eine Minute lang gewesen als die Sonne. Die meisten Gammastrahlen-Explosionen erfolgen, wenn massiven Sternen die Energie ausgeht. Dann kollabieren ihre Kerne zu sogenannten Schwarzen Löchern oder Neutronensternen, wobei sie explosionsartig enorme Energie freisetzen.

Professor Peter Meszaros, einer der Leiter des «Swift»-Teams, vermutet eine ungewöhnliche Kombination der Umstände, die zu dem außergewöhnlich hellen Leuchten beigetragen haben könnte. Wenn die Strahlen aus der Explosion auf Gaswolken treffen, könnten diese sogenannten Jets dadurch noch heißer werden, erläuterte er seine Hypothese. Die Astronomen katalogisieren die Super-Explosion unter der nüchternen Nummer GRB 080319B - das steht für den zweiten am 19. März 2008 registrierten Gamma-Ray Burst (GRB). (dpa)

 
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