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Mit einer russischen Sojus-Kapsel: 

Südkorea schickt Astronautin Yi ins All

10. Mrz 2008 16:09
Südkorea schickt die Astronaution Yi ins All
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Der Raumfahrer San darf nicht als erster südkoreanischer Astronaut zur Internationalen Raumstation ISS fliegen. Er habe gegen die Vorschriften im russischen Ausbildungszentrum verstoßen, hieß es als Begründung.

Knapp einen Monat vor dem geplanten ersten Weltraumflug eines Südkoreaners hat das Land den dafür bestimmten männlichen Astronauten gegen eine Frau ausgetauscht. Anstelle des 31-jährigen Computerspezialisten Ko San soll die bisherige Ersatz-Raumfahrerin und Expertin für die Nanotechnologie, Yi Son Yeon (29), im April mit einer russischen Sojus-Kapsel zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, wie das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie in Seoul am Montag mitteilte.

Die russische Weltraumbehörde habe auf den Wechsel gedrängt, da Ko wiederholt während der Ausbildung in Russland gegen Vorschriften verstoßen habe. Probleme für den Flug seien nicht zu befürchten, da Yi das gleiche Übungsprogramm absolviert habe.

Nach Ansicht der russischen Seiten könnten selbst kleine Fehler und Unfolgsamkeit «ernsthafte Folgen» nach sich ziehen, sagte ein Ministeriumsvertreter. Ko habe im September irrtümlicherweise ein Trainingshandbuch zusammen mit seinen persönlichen Habseligkeiten nach Hause geschickt. Das Buch sei später wieder zurückgesandt worden. Im vergangenen Monat habe sich Ko eine Anleitung für Piloten beschafft, die nicht für ihn bestimmt gewesen sei. «Ko kannte die Regeln und unterzeichnete vor Aufnahme des Programms ein Abkommen, gegen diese nicht zu verstoßen.»

Yi bleibt sieben bis acht Tage

Ko war im September nach einem monatelangen Raumfahrt-Trainingsprogramm in Südkorea und Russland für den Einsatz im All ausgewählt worden. Mehr als 36.000 Südkoreaner hatten sich ursprünglich um den Weltraumflug beworben.

Der Start der Sojus-Kapsel mit Yi an Bord ist für den 8. April vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan geplant. Die Astronautin soll in der Raumstation ISS sieben bis acht Tage bleiben und wissenschaftliche Experimente durchführen. (dpa)

 
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