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Schmelzende Packeisdecke: 

Robbenbabys verhungern in der Ostsee

10. Mrz 2008 12:26
Bevor sie verhungern, müssen sie per Hand aufgepäppelt werden: Robben-Babys
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Robben sind für ihre Nahrungssuche auf das Packeis angewiesen. Weil das Eis schmilzt, sind die Ringelrobben-Babys bedroht. Der Winter 2007 gilt als der bisher eisärmste in der Ostsee seit fast 300 Jahren.

In der Ostsee wird ein dramatisches Robbensterben befürchtet. Derzeit verhungern aufgrund der fehlenden Eisdecke nach Angaben der Umweltstiftung WWF hunderte Ringelrobben-Babys. «Die Situation ist dramatisch. In einigen Regionen wird vielleicht kein einziges der in den letzten Wochen geborenen Robbenbabys überleben», sagte Cathrin Münster vom WWF- Ostseebüro am Montag in Stralsund.

Grund sei die zu geringe Eisbedeckung der Küstengewässer vor Finnland, Schweden und im Golf von Riga, teilte der WWF am Montag in Hamburg mit. Ostsee-Ringelrobben seien zur Aufzucht ihres Nachwuchses auf das Packeis angewiesen. Wie viele der schätzungsweise 1500 Jungtiere den eisarmen Winter überleben würden, sei unklar.

Die Region erlebt Experten zufolge den eisärmsten Winter seit fast 300 Jahren. Bei einem ungebremsten Klimawandel könnte die Eisbedeckung der Ostsee bis Ende des Jahrhunderts um 50 bis 80 Prozent abnehmen, auf 18 bis 48 Tage pro Jahr. Ringelrobben seien aber auf mindestens 90 Eistage jährlich angewiesen. Ihre Population in der Ostsee wird derzeit auf 7000 bis 10.000 Tiere geschätzt. Anfang des 20. Jahrhunderts habe es noch rund 180.000 Ringelrobben gegeben. (epd/dpa)

 
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