Der Wissenschaftler räumt allerdings ein, dass es keinen direkten Nachweis für seine These gebe und dieser auch nicht zu erwarten sei. Allerdings erscheine es logisch, «von einer Bewusstseinsveränderung auszugehen, wenn wir uns mit übersinnlichen Erklärungen nicht begnügen wollen». Eigene Erfahrungen über die Wirkung von Rauschmitteln sammelte Professor Shanon während eines Studienaufenthaltes in den 1990er Jahren in Südamerika. Eine seiner Arbeiten befasste sich mit dem Einfluss der Ayahuasca-Pflanze auf die menschliche Kreativität. Indianische Riten mit Ayahuasca erinnerten an die Darstellung bei Mose.
Akazien und die Harmal-Pflanze, die bis heute von Beduinen als Räucherpflanze genutzt wird, hätten ähnliche Wirkungen, argumentiert der Forscher. Sie seien auch im persischen Zarathustra-Kult und im Hinduismus bekannt. (epd)