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Überraschendes Forschungsergebnis: 

Drogen dienten Moses als Quell der Inspiration

04. Mrz 2008 16:40
Wie wörtlich muss man Gottes Wort nehmen?
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Moses war stoned, als er den Berg Sinai erklomm und Gott zu hören glaubte - sagt ein Wissenschaftler. Aber: «Nicht jeder, der Rauschmittel nimmt, bringt uns danach die Zehn Gebote».

Der israelische Psychologe Benny Shanon hält es für möglich, dass Mose auf dem Berg Sinai unter dem Einfluss halluzinogener Substanzen stand. Das im zweiten Buch Mose erwähnte Stimmenhören sei womöglich auf die Einnahme von Substanzen zurückzuführen, die von psychoaktiven Pflanzen stammen, schreibt der Professor der Hebräischen Universität in Jerusalem in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift «Time and Mind». Vor allem die in den Büchern Mose immer wieder erwähnte Akazie käme dafür in Frage.

Moses Wirken könne jedoch durch einen möglichen Rauschzustand nicht in Zweifel gezogen werden, so Shanon: «Nicht jeder, der Rauschmittel nimmt, bringt uns danach die Zehn Gebote.» In den religiösen Zeremonien der Israeliten seien psychotrope Substanzen häufig verwendet worden, die in den Wüsten Negev und Sinai vorkämen, so der Forscher. Moses Schwager Jethro, so Shanon weiter, «war ein Zauberer, der die Wüste kannte und wusste, was dort wuchs».

Bewusstseinserweiterung - wenn ja, warum?

Der Wissenschaftler räumt allerdings ein, dass es keinen direkten Nachweis für seine These gebe und dieser auch nicht zu erwarten sei. Allerdings erscheine es logisch, «von einer Bewusstseinsveränderung auszugehen, wenn wir uns mit übersinnlichen Erklärungen nicht begnügen wollen».

Eigene Erfahrungen über die Wirkung von Rauschmitteln sammelte Professor Shanon während eines Studienaufenthaltes in den 1990er Jahren in Südamerika. Eine seiner Arbeiten befasste sich mit dem Einfluss der Ayahuasca-Pflanze auf die menschliche Kreativität. Indianische Riten mit Ayahuasca erinnerten an die Darstellung bei Mose.

Akazien und die Harmal-Pflanze, die bis heute von Beduinen als Räucherpflanze genutzt wird, hätten ähnliche Wirkungen, argumentiert der Forscher. Sie seien auch im persischen Zarathustra-Kult und im Hinduismus bekannt. (epd)

 
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