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Illegale Einwanderung: 

EU will «gebietsfremde Arten» bekämpfen

04. Mrz 2008 17:06
Der Riesenbärenklau nimmt angestammten Pflanzen Licht und Luft
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Was haben Bisamratte, Zebramuschel und Riesenbärenklau gemeinsam? Sie verursachen Millionenschäden, sie schaden der heimischen Fauna und Flora. Die EU-Kommission verlangt eine Strategie gegen die Invasion der Exoten.

Die EU-Kommission hat etwas gegen illegale Einwanderung – auch und besonders, wenn es sich dabei um tierische Eindringlinge handelt. «Die biologische Vielfalt Europas wird durch nicht-einheimische Arten wie die Bisamratte bedroht», warnte die Brüsseler Behörde am Dienstag und rief die Bürger dazu auf, in einer Online-Umfrage zu dem Problem Stellung zu nehmen. Auf Grundlage dieser Konsultation soll eine Strategie gegen «ungebetene Gäste» entwickelt werden, zu denen die Kommission auch Pflanzen wie den Bärenklau zählt.

«Gebietsfremde invasive Arten» schadeten nicht nur der heimischen Flora und Fauna, sondern auch der Wirtschaft, schreibt die Kommission. So gebe Deutschland «jährlich rund 44 Millionen Euro für die Beseitigung der durch Bisamratten und exotische Pflanzen wie Knöterich und Riesenbärenklau verursachten Schäden an Flussufern und Dämmen» aus. Das Problem werde bislang vollkommen unterschätzt, klagt die Brüsseler Behörde.

So verstopfe die sogenannte Zebramuschel in weiten Teilen Westeuropas die Wasserleitungen von Kraftwerken. Der Blaubandbärbling, ein aus Asien stammender Fisch, habe nach seiner Einführung in Rumänien ganz Europa erobert und heimische Arten mit seinen Parasiten infiziert. Zudem gefährdeten die Eindringlinge durch die Nahrungsmittelkonkurrenz mit angestammten Arten die biologische Vielfalt in Europa, warnt die Kommission. Schon heute äußere sich dieser Niedergang «in Form von massiv zurückgehenden Fischbeständen, weit verbreiteten Bodenschäden, verheerenden Flutschäden und im Aussterben von Tier- und Pflanzenarten». (AP)
 
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