26. Feb 2008 12:51
Sollte die Erde von großen Überschwemmungen oder Atomexplosionen heimgesucht werden, ist die Menschheit bald ein wenig darauf vorbereitet. In einem Bunker werden alle Samen von Nutzpflanzen eingelagert.
Bis zu 4,5 Millionen Samen sollen in der Saatgutbank für alle Zeiten eingelagert sein, um das Verschwinden von Kulturpflanzen wie Reis, Mais, Bohnen oder Kartoffeln durch Katastrophen aller Art zu verhindern. Alle Regierungen können Samen einreichen. Der symbolische Anfang wurde am Dienstag mit einer Kiste von Reissamen aus 104 Ländern gemacht. Die in 130 Meter Höhe in einen von ewigem Frost gekühlten Berg gesprengten Lagerhallen sollen einen Atomkrieg und auch gigantische Überschwemmungen unbeschadet überstehen. Die Kosten für den Bau der globalen Saatgutbank über umgerechnet 6,3 Millionen Euro trägt die Regierung von Norwegen, zu dem Spitzbergen gehört. Betrieben wird die Samenbank vom Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt, der von der Welternährungsorganisation (FAO) und einer römischen Forschungseinrichtung, Internationale Biodiversität, gegründet wurde. (nz/AP/dpa)