18. Feb 2008 11:26
Die Raumfähre «Atlantis» hat von der internationalen Raumstation abgedockt. Unterdessen laufen im europäischen Forschungslabor «Columbus» die ersten Experimente an.
Die ISS-Besatzung, zu der nun auch der Franzose Léopold Eyharts gehört, kann sich aber schon auf weiteren Besuch freuen. Die «Endevour», das mit 16 Jahren «jüngste» Shuttle der betagten US-Weltraumflotte, soll am 11. März zur Raumstation fliegen.Unterdessen sind einige der Anlagen im europäischen Forschungsmodul bereits in Betrieb. «Die Crew ist extrem schnell», sagte Markus Bauer, Sprecher der Europäischen Weltraumorganisation ESA, in Oberpfaffenhofen bei München. Eine Reihe von Experimentier- und Systemanlagen in dem europäischen Weltraumlabor «Columbus» hätten bereits am Wochenende und damit rascher hochgefahren werden können als gedacht. «Das ist gut - wir bekommen «Columbus» so schneller aktiviert.»
Schon jetzt seien Arbeiten erledigt, die ursprünglich erst nach dem Abflug der US-Raumfähre «Atlantis» geplant waren. «Dinge, die man eigentlich erst gemacht hätte, wenn das Shuttle auf der Erde ist, haben sie jetzt schon fertig», sagte Bauer. «Columbus» ist der europäische Beitrag zur internationalen Raumstation. Das Forschungsmodul war von unter anderem von dem deutschen Astronauten Hans Schlegel ins All begleitet worden. Schlegel war für Installationsarbeiten auch im Außeneinsatz.Schon aus dem All berichtete Schlegel bei einer Funk-Pressekonferenz von seinem ersten «Weltraumspaziergang». Der spannendste Moment sei gewesen, durch die Luke der ISS ins All zu schweben, «weil man nicht weiß, wie es sich draußen anfühlt», sagte der 56-Jährige. «Aber am schwierigsten war es, hinterher wieder reinzugehen. Es ist einfach so schön, den Blick auf die Erde zu genießen, dass man gar nicht mehr zurück möchte.»