15. Feb 2008 14:59
Das Einatmen von Zigarettenrauch während der Schwangerschaft kann schwerwiegende Folgen haben: Das Baby ist später weniger gut in der Lage, auf mangelnde Sauerstoffversorgung zu reagieren.
Das Nikotin hemmt den Angaben zufolge spezielle Zellen im Körper, die Sauerstoffmangel erkennen und darauf reagieren sollen. Wenn ein Baby zum Beispiel auf dem Bauch und mit dem Gesicht auf dem Kissen liegt, meldeten diese Zellen sofort die herabgesetzte Sauerstoffversorgung. Das Baby reagiert, in dem es seinen Kopf auf die Seite dreht, um wieder besser Luft zu bekommen. Dieses lebensrettende Alarmsystem werde durch das Nikotins deutlich herabgesetzt, warnt der Experte.Der Schutzmechanismus wird durch bestimmte körpereigene Hormone ausgelöst. Erst in den ersten Lebensmonaten des Säuglings beginnt sein Körper, diese Hormone zu produzieren. Durch das Nikotin werde dieser Reifeprozess aber gehemmt. «Dazu muss die Mutter noch nicht einmal selbst geraucht haben – es reicht schon, wenn sie passiv mitrauchen musste», sagt Morr. In der Übergangsphase, bis die Hormone gebildet werden und das Alarmsystem funktioniert, seien die Säuglinge daher besonders gefährdet, am plötzlichen Kindstod zu sterben. (dpa)