Die Ergebnisse der Wissenschaftler, zu denen auch Jörg Habersetzer vom Frankfurter Forschungsinstitut Senckenberg gehört, wurden im britischen Fachblatt «Nature» veröffentlicht (Fachartikelnummer: DOI 10.1038/nature06549). Habersetzer präsentierte am Mittwoch in Frankfurt das handtellergroße Skelett der Fledermaus (Onychonycteris finneyi). Er ist überzeugt, dass der Fund ein wichtiger Mosaikstein in der Entwicklungsgeschichte der Säugetiere ist.Vor 52,5 Millionen Jahren lebte die Fledermaus in einer tropischen oder subtropischen Umwelt an einem großen See und ernährte sich von Insekten. Sie konnte zwar fliegen, aber sich noch nicht wie spätere Fledermäuse mit Ultraschall und Echo-Ortung orientieren. Das zeigten Vergleiche mit den in der südhessischen Ölschiefergrube Messel gefundenen Fledermäusen, berichtete Habersetzer. Die Flugsäuger aus Messel lebten rund 5 Millionen Jahre später und verfügten über die Echo-Methode.