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Gorilla, Thunfisch und Jaguar sind Verlierer 2007

27. Dez 2007 17:49
Der Gorilla leidet unter Wilderei und dem Ebola-Virus
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Die Artenschutz-Bilanz des World Wildlife Found verzeichnet aber auch Gewinner: Zum Beispiel den Wolf in Deutschland, den seltenen Amurtiger in Asien und den Bartgeier in der Schweiz.

Die Zahl der bedrohten Tiere und Pflanzen war nach Angaben der Umweltorganisation WWF noch nie so groß wie jetzt. 2007 habe die Rote Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) 16.306 Arten als bedroht verbucht, erklärte der World Wildlife Fund (WWF) am Donnerstag in Frankfurt am Main. Im Jahr 1996 seien es nur 10.533 Arten gewesen. Allerdings gebe es auch gute Nachrichten: So lebten in Deutschland wieder Wölfe, und nördlich des Flusses Amur, eines Stroms in China und Russland, hätten Forscher Spuren des seltenen Amurtigers entdeckt. Als Verlierer des Jahres 2007 zählt die Umweltorganisation den Westlichen Gorilla auf: Sein Bestand sei als Folge rücksichtsloser Wilderei, des tödlichen Ebola-Virus und der unruhigen politische Situation in Zentralafrika in den vergangenen 25 Jahren um 60 Prozent geschrumpft.

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  • Stark gefährdet sei auch der Rote Thunfisch. Der WWF fordert ein mindestens dreijähriges Fischereiverbot für dieses Tier. Außerdem sei der Lebensraum des Jaguars dramatisch geschrumpft, erklärte der WWF. Er sei ursprünglich vom Süden der USA bis in den Norden Argentiniens zu finden gewesen. Inzwischen habe sich sein Verbreitungsgebiet um 50 Prozent verringert. Ebenso die Rote Koralle: Weil sie in großen Mengen für die Schmuckindustrie genutzt werde, seien viele Riffe zerstört. Der Antrag, sie ins Washingtoner Artenschutzabkommen aufzunehmen, sei im Juni von den Vertragsstaaten abgelehnt worden. So bleibe die Rote Koralle ungeschützt, betonte der WWF, der sie deshalb als einen der Verlierer 2007 einstufte.

    «Ausgestorbene» Schildkröte wieder entdeckt

    Als Gewinner nannte die Umweltorganisation neben dem Wolf und dem Amurtiger auch den Bartgeier: Im Frühling seien erstmals seit 122 Jahren wieder Bartgeier in freier Wildbahn ugeschlüpft, nämlich in der Schweiz. Ein weiterer Gewinner sei die Orchidee, von ihr seien mehrere neue Arten entdeckt worden. Außerdem hätten WWF-Forscher in Kambodscha eine der größten und seltensten Süßwasserschildkröten entdeckt, die Cantors Riesenweichschildkröte. Bis dahin habe die seltene Art bereits als ausgestorben gegolten, hieß es. (AP)

     
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