Japan verzichtet auf Buckelwal-Jagd
21.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die kommerzielle Jagd auf Buckelwale, die im vergangenen Jahrhundert als nahezu ausgestorben galten, wurde 1963 im Südpazifik und 1966 weltweit verboten. Mittlerweile soll sich der Bestand der riesigen Meeressäuger auf 30.000 bis 40.000 Tiere erholt haben. Die Artenschutzorganisation World Conservation Union stuft Buckelwale aber nach wie vor als gefährdet ein. Australien, ein strikter Gegner der Waljagd, begrüßte die japanische Entscheidung, die Jagd auf Buckelwale abzublasen. Es gebe keine Rechtfertigung, irgendeine Art von Walen zu jagen, sagte Außenminister Stephen Smith. Auch Greenpeace-Expeditionsleiter Karli Thomas sprach von guten Nachrichten, forderte aber zugleich die Einstellung der gesamten Waljagd in den Gewässern rund um die Antarktis.
Seit 1986 besteht ein Moratorium für den kommerziellen Walfang. Japan darf allerdings eine begrenzte Anzahl von Tieren zu Forschungszwecken töten. Kritiker werfen der Regierung in Tokio vor, kommerzielle Interessen unter dem Deckmantel der Wissenschaft zu verfolgen. Denn das Fleisch der erlegten Tiere, das in Japan als Delikatesse gilt, wird verkauft. Unabhängig von der Absage der Jagd auf Buckelwale hält Japan an der geplanten Tötung von bis zu 935 Zwergwalen und bis zu 50 Finnwalen fest. «An unserer Haltung bezüglich der Jagd zu Forschungszwecken hat sich nichts geändert», sagte Machimura am Freitag. (Carl Freir, AP)

