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Orcas nutzen Wellen zur Jagd

17. Dez 2007 15:04
Orcinus orca
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Killerwale sind sehr kreativ, wenn es darum geht, an Nahrung heranzukommen. Ein Video zeigt, wie die Tiere dicke Wellen schlagen, mit denen sie Robben von Eisschollen herunter spülen.

In Gruppen jagende Orcas schubsen Robben und Pinguine gezielt mit Wellen von den Eisschollen. Das berichtet eine internationale Gruppe um Ingrid Visser vom Orca Research Trust im neuseeländischen Tutukaka im Journal «Marine Mammals» (DOI: 10.1111/j.1748-7692.2007.00163.x). Die Forscher hatten die räuberischen Wale bei der gemeinsamen Jagd beobachtet. Dies Verhalten war schon zuvor beschrieben worden, galt bislang aber eher als Einzelfall.

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Orcas, die mitunter auch als Killerwale bezeichnet werden, gehören zur Familie der Delfine. Männliche Tiere können bis zu acht Meter lang und bis zu neun Tonnen schwer werden. Weibchen sind mit bis zu sechs Meter und bis zu fünfeinhalb Tonnen deutlich kleiner. Mit diesen Ausmaßen ist der Orca die größte Art der Delfine.

Die Raubwale ernähren sich so ziemlich von allem, was im Meer schwimmt. Dabei jagen sie meist in Gruppen zu mehreren Tieren und verwenden ausgefeilte Jagdtechniken. So werfen sich die Tiere zum Beispiel mit der Brandung an den Strand, um Robben mit zurück ins Meer zu ziehen. Kleinere Fische werden gejagt, indem die Wale mit der Schwanzflosse in den Schwarm schlagen und dabei die Fische mit einem Schlag treffen oder mit dem Wasserdruck betäuben. Die Techniken werden den Jungtieren schon früh beigebracht, die Ausbildung dauert bis zum 15. Lebensjahr an.

Forscher beobachteten auch, wie sich in Gefangenschaft lebende Orcas gegenseitig neu erlernte Fangtechniken beibrachten. So beobachteten die Wissenschaftler einen Wal einem Großaquarium im kanadischen Niagara Falls, wie er Möwen an sein Becken lockte, indem er erbrochenen Fisch auf die Wasseroberfläche spuckte. Sobald eine Möwe den Fisch ergreifen wollte, stürzte sich der Killerwal mit offenem Maul auf den hilflosen Vogel. Einige Monate später beobachteten die Forscher, wie der Halbbruder des Killerwals dasselbe Jagdverhalten zeigte. (nz/dpa)

 
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