netzeitung.deSternschnuppen-Regen über Europa

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Sternschnuppe über München (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sternschnuppe über München
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Falls noch ein paar Wünsche für den Rest des Jahres offen sind, dann Obacht am Freitag und in den Himmel geschaut: Tausende Sternschnuppen werden zu sehen sein.

Am Freitagabend wird über Europa, so das Wetter mitspielt, einer der größten Meteorschauer des Jahres zu sehen sein. Jedes Jahr in der Mitte des Dezembers tauchen über dem Himmel die Geminiden auf - eine kosmische Staubwolke, die ihren Ausgangspunkt im Sterzeichen Zwillinge nahe bei den hellen Sternen Castor und Pollux hat. In diesem Jahr werden besonders viele Sternschnuppen erwartet.

Der Geminidenschauer wird sein Maximum am Freitag gegen 17.45 Uhr haben. Der Ausgangspunkt (Radiant) wird allerdings bis zum Sonnenaufgang über dem Horizont bleiben, so dass die Sternschnuppen die ganze Nacht lang gut zu sehen sein werden. Dazu kommt, dass der zunehmende Mond derzeit eine dünne Sichel ist, die bereits um 21 Uhr abends vom Nachthimmel verschwinden wird. Die meisten Sternschnuppen werden auf dem Lande zu sehen sein, wo weniger Lichtquellen von der Erde den Nachthimmel erhellen.

Meteorschauer oder Sternschnuppenschwärme entstehen, wenn die Erde in die Nähe einer Kometenbahn gelangt oder sie annähernd kreuzt. In Sonnenähe verlieren Kometen andauernd einen Teil ihrer Masse in Form von Gas, Staub, Gesteinsstücken und sonstiger kleiner Partikel, die man Meteoroide nennt.

Die Meteoriden verteilen sich im Laufe der Jahrtausende über die gesamte Bahn des Kometen, weshalb ein Meteorstrom meist jährlich an der Stelle wiederkehrt, wo die Erde diese «Staubwolke» durchfliegt. Als Ursprung der Geminiden gilt ein Asteroid namens 3200 Phaeton. Es wird vermutet, dass Phaeton ein «erloschener» Komet ist, dessen Eis abgeschmolzen bereits vollständig verloren hat. (nz)