Die ECDC geht europaweit von einer hohen Dunkelziffer von 30 Prozent aus. Weil diese Menschen nicht wissen, dass sie das Virus tragen, schützten sie sich und ihre Sexpartner seltener. Der vorherrschende Verbreitungsweg des Virus war heterosexueller Geschlechtsverkehr (53 Prozent). Mehr als ein Drittel aller Infektionen gab es bei homosexuellen Männern, in weniger als zehn Prozent traf es Menschen, die sich Drogen spritzen.
Am Dienstag hatte das Aidsprogramm UNAids der Vereinten Nationen die weltweiten Aidszahlen für das Jahr 2007 veröffentlicht. Demnach werden sich 2007 rund 2,5 Millionen Menschen neu mit der tödlichen Immunschwäche infiziert haben. UNAIDS rechnet mit 2,1 Millionen Aidstoten. Weltweit werden Ende 2007 voraussichtlich 33,2 Millionen Menschen mit dem Erreger leben.
Die aktuellen HIV/Aids-Zahlen für Deutschland will das Robert Koch-Institut am 26. November in Berlin vorstellen. Die ECDC ist eine Agentur der EU. Sie identifiziert und beurteilt Gesundheitsgefahren. (dpa)