netzeitung.deBrunos Erben droht in den Alpen Ausrottung

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Bessere Zeiten: Bruno unterwegs in den Alpen (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bessere Zeiten: Bruno unterwegs in den Alpen
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ob Problem- oder Schadbär, das Pelztier ist aus den Alpen fast verdrängt. Nur noch 38 Bären leben in der Gebirgsregion.

Die Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) hat die Alpenländer aufgerufen, sich gemeinsam für den Schutz von Braunbären einzusetzen, deren Bestand in mehreren Gebieten abnimmt. Der WWF sieht die Bären nach wie vor stark unter Druck, die Population im Alpenraum mit 38 Tieren sei zu klein, um langfristig zu überleben.

Entscheidend für den nachhaltigen genetischen Austausch der noch vorhandenen Bärenpopulationen im Alpenraum ist laut WWF die Vernetzung ihrer Lebensräume. Nur wenn sich die Alpenländer gemeinsam für den Bärenschutz einsetzten, werde der Bär nicht ein zweites Mal von der Ausrottung bedroht.

Nach einer WWF-Studie wären in Österreich, Bayern, Italien sowie Teilen der Schweiz und Sloweniens genügend geeignete Lebensräume für Bären vorhanden. Dennoch existiere eine stabile, wenn auch nicht langfristig überlebensfähige Bärenpopulation von 25 Tieren einzig im italienischen Trentino. Von Norditalien aus war im Frühjahr 20006 ein als «Bruno» bekannt gewordenes Jungtier nach Bayern gewandert und nach mehreren Einfangversuchen abgeschossen worden.

Immer weniger Bären und nur noch vereinzelte Tiere leben in den italienischen Abruzzen, in den französischen Pyrenäen sowie in Österreich. Die Ausnahme bildet Slowenien. Dort leben in Gebieten südlich der Alpen nach WWF-Angaben 300 bis 700 Tiere. (dpa)