17. Nov 2007 15:50
Von Bremerhaven aus ist eine Polarforschungsstation Neumayer III in die Antarktis gestartet. Die Vorgängerin versinkt langsam im ewigen Eis.
Die neue Polarstation ist für eine Betriebsdauer von mindestens 25 Jahren ausgelegt und soll nach Angaben des AWI das deutsche Engagement in der Antarktis langfristig absichern. Der Neubau war notwendig geworden, weil die bisherige Station nach 15 Betriebsjahren langsam unter Schnee und Eis versinkt.Dieses Schicksal soll «Neumayer III» erspart bleiben. Die vom AWI gemeinsam mit zwei Bremerhavener Firmen entwickelte Station steht auf hydraulische Stützen. Sie sollen dafür Sorgen, dass sich die Station über die kontinuierlich wachsende Schnee- und Eisschicht heben kann. Die neue Station ist erheblich größer als die Vorgängerin. In dem zweigeschossigen Hauptteil sind sowohl die Labore als auch die Unterkünfte für Wissenschaftler und Techniker untergebracht.
Nach einer ersten Probemontage in Bremerhaven wurde «Neumayer» für den Transport in Dutzende von Containern verpackt. Sie sollen von Bord des Transportschiffes in der antarktischen Atka-Bucht aufs Eis gestellt und anschließend von Pisten-Bullis zum endgültigen Standort gezogen werden.
Der Aufbau soll in zwei Abschnitten während der Sommermonate in der Antarktis erfolgen. 45 Techniker und Ingenieure sollen dafür in die Antarktis geflogen werden. «Neumayer III» wird vom Bundesforschungsministerium mit 26 Millionen Euro gefördert. (nz/dpa/AP)