netzeitung.deEU ist zurück in der Normalzeit

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Eine Stunde zurück zur Normalzeit (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Eine Stunde zurück zur Normalzeit
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In der Nacht zum Sonntag ist in Europa die Sommerzeit beendet worden. Bei Deutschlands «Leituhr» in Braunschweig lief die Umstellung auf Normalzeit das erste Mal automatisch.

Die Umstellung von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Normalzeit hat am Sonntag reibungslos funktioniert. «Alles ist wie immer problemlos verlaufen», sagte Jens Simon, Sprecher der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Damit gilt in der gesamten Europäischen Union wieder die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Morgens ist es früher hell, dafür wird es abends eher dunkel.

Die PTB gilt als Hüterin der gesetzlichen Zeit und sorgt dafür, dass sich die Uhren bei Bahn, Polizei und Feuerwehr sowie alle privaten Funkuhren auf die Millionstel Sekunde genau anpassen. Der Sender DCF 77 sendet aus dem hessischen Mainflingen die Zeitsignale. Ein Chip sorgt seit diesem Jahr für die richtige Programmierung auf Jahre im Voraus. Bislang hatte ein Mitarbeiter der PTB die Impuls gebende Atomuhr entsprechend eingestellt.

120.000 Bahnuhren umgestellt
Die Signale erreichen nach Angaben der PTB rund 100 Millionen öffentliche und private Funkuhren in Europa. Die Steuertechnik von Kraft- und Umspannwerken und rund 50 000 Verkehrsampeln hängt ebenso an den Zeitsignalen wie die Jalousien von Hochhäusern oder die Anlagen der Flugsicherung.

Auch bei der Bahn AG gab es nach Angaben einer Sprecherin in Berlin «keine Komplikationen». Etwa 50 Nachtzüge blieben eine Stunde in Bahnhöfen stehen, um nach der Umstellung von 3.00 auf 2.00 Uhr fahrplanmäßig weiterzufahren. Die meisten Fahrgäste habe der Aufenthalt wenig gestört, sie hätten ohnehin geschlafen, hieß es. Die rund 120.000 Uhren der Bahn auf Bahnhöfen, in Diensträumen und an Automaten wurden automatisch umgestellt.

In Deutschland wurde die Sommerzeit 1980 eingeführt. Die gewonnene Stunde Tageslicht sollte Energie einsparen. Der damals erhoffte Spareffekt sei allerdings «nicht nachzuweisen», sagte PTB-Sprecher Jens Simon. Eine «Winterzeit», wie die jetzt beginnende Zeitrechnung umgangssprachlich genannt wird, gibt es streng genommen nicht. Es handelt sich um die normale mitteleuropäische Zeit (MEZ). Sie gilt nun bis zum letzten Wochenende im März 2008. Dann wird wieder auf die Sommerzeit umgestellt. (dpa)