Großer Aids-Impfstofftest in Südafrika unterbrochen
21.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Etwa 700 Menschen waren an dem Versuch (HVTN 503) mit dem Codenamen Phambili beteiligt, der an fünf Orten in Südafrika um Februar 2007 gestartet war. Der Impfstoff sollte gegen den Viren-Subtyp C schützen, der in Afrika verbreitet ist. Vorangegangene Versuche hatten zunächst einige Erfolge dieses Präparats gegen den Viren-Subtyp B gezeigt. Nun hatten Zwischenergebnisse von Tests in Regionen mit dem Subtyp B, wie den USA und Australien, jedoch ergeben, dass der Stoff MRKAd5 wahrscheinlich nicht vor HIV schützt. Es werde etwa einen Monat dauern, bis aufgrund der neuen Datenlage entschieden werden könne, ob der südafrikanische Test weitergeführt werde, sagte Gray.
Erste Ergebnisse des südafrikanischen Tests hatten laut Gray eine gute Reaktion des Immunsystems gezeigt, doch es scheine nun so, als ob dies nicht unbedingt zur Abwehr der Aidsviren führe. Der südafrikanische Test, eine Phase II-Studie, war einer der am weitesten fortgeschrittenen Impfstoffversuche auf dem Gebiet in Afrika. In Südafrika sind 5,4 Millionen Menschen mit Aidsvirus infiziert - das ist jeder neunte. (dpa)

