Von der Funktion der Großmutter
20.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Ergebnisse der Studie könnten die unter Evolutionsbiologen diskutierte Frage beantworten, warum Frauen nach der Menopause weiterleben, obwohl sie sich nicht mehr fortpflanzen können. Ihre Studie stellen Daryl Shanley von der Universität von Newcastle und seine Kollegen im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B vor (DOI: 10.1098/rspb.2007.1028).
Da 1975 in einem der gambischen Dörfer ein Krankenhaus eingerichtet wurde und zum Überleben von wesentlich mehr Kindern führte, wurden spätere Daten nicht mehr in die Auswertung miteinbezogen. Zwar war vor allem die Mutter wichtig für das Überleben ihrer Kinder, doch auch die Großmutter mütterlicherseits trug zu deren Überleben bei. Dagegen hatten weder der Vater noch andere Geschwister oder die Großmutter väterlicherseits statistisch merklichen Einfluss auf die Lebenserwartung der Kinder.
Allerdings war der Einfluss der Großmütter auf das Überleben ihrer Enkelkinder kleiner als erwartet, ergänzen die Forscher. Damit sich das lange Leben nach der Menopause durchsetzen konnte, müssen ihrer Ansicht nach noch weitere Faktoren eine Rolle gespielt haben.
Ausschlaggebend aber sei, dass die Enkelkinder von der Betreuung durch die Großmütter profitierten. Außerdem sorge die Menopause dafür, dass Mütter keine Kinder mehr in hohem Alter bekämen. Denn dann sei die Gefahr zu groß, dass die Mutter kurz nach der Geburt stirbt und der Nachwuchs auf sich allein gestellt wäre. (ddp)

