Hornissen pumpen mit Muskelbewegungen des in Segmente gegliederten Hinterleibs Luft in spezielle Atemröhren, die ins Körperinnere führen. Beim Zusammenziehen strömt verbrauchte Luft aus, beim Entspannen frische Luft ein. Die Bienen verhindern das Nachströmen frischen Sauerstoffs, indem sie sich um den Hinterleib der Hornissen drängen und diesen so daran hindern, sich wieder auszudehnen. In einem Laborversuch fixierten die Forscher Hornissen nach dem «Ausatmen», also dem Zusammenziehen der hinteren Segmente. Sie wiesen nach, dass schon das Blockieren zweier Segmente die Luftaufnahme um ein Drittel verringert. Bei vier fixierten Segmenten werde die Atmung gar um 87 Prozent reduziert.
Der Erstickungstod der Hornissen werde durch die hohen Temperaturen innerhalb des Bienenschwarms zusätzlich beschleunigt, schreiben die Wissenschaftler: Bei Hitze verlieren die Hornissen viel mehr Wasser, was die Kohlendioxidkonzentration in der Körperflüssigkeit der Insekten zusätzlich ansteigen lässt, so dass die Tiere schneller ersticken. (nz/dpa/ddp)