Der betörende Duft der Biene
12.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Bienen sammeln die mit Duftstoffen versehenen Fette zunächst in Taschen an ihren Hinterbeinen, lassen sie dann wieder Richtung Kopf wandern und verwenden die Fette erneut. So entsteht im Laufe der Zeit ein immer stärker konzentriertes Parfüm, berichtet ein Forscherteam der Universität Düsseldorf in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B (DOI: 10.1098/rspb.2007.0727).
Nach einigen Tagen konnten die Forscher keines ihrer Fette mehr an den Beinen der Insekten entdecken, dafür saßen die Fette nun am Bienenkopf. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die Prachtbiene ihr Fett mehrmals verwendet, um die Blütenduftstoffe immer stärker zu konzentrieren.
Wahrscheinlich erwarben die Bienen ihre Fähigkeit zur Parfümherstellung eher zufällig. Ein Vorfahre der heutigen männlichen Prachtbienen markierte bestimmte Teile einer Blüte mit Fetten aus seinen Kopfdrüsen und nahm dabei zufällig Duftstoffe der Pflanzen auf, vermuten die Forscher. Bienen, bei denen Duftstoffe an den Hinterbeinen klebten, hatten dann wohl mehr Erfolg im Kampf um die Gunst der Bienenweibchen, sagen die Forscher. Das könnte die Weiterentwicklung der Parfümherstellung vorangetrieben haben. (nz/ddp)

