Chemische Analysen zeigen den Forschern, dass das Duftbouquet eines Männchens aus bis zu 50 Komponenten besteht. Die männlichen Prachtbienen wollen mit ihrem Parfüm vermutlich Prachtbienenweibchen beeindrucken und zur Paarung veranlassen. Sie versprühen ihre Duftmarken vor allem im Unterholz, in dem auch die Paarung der Tiere stattfindet, schreiben die Wissenschaftler. Wahrscheinlich erwarben die Bienen ihre Fähigkeit zur Parfümherstellung eher zufällig. Ein Vorfahre der heutigen männlichen Prachtbienen markierte bestimmte Teile einer Blüte mit Fetten aus seinen Kopfdrüsen und nahm dabei zufällig Duftstoffe der Pflanzen auf, vermuten die Forscher. Bienen, bei denen Duftstoffe an den Hinterbeinen klebten, hatten dann wohl mehr Erfolg im Kampf um die Gunst der Bienenweibchen, sagen die Forscher. Das könnte die Weiterentwicklung der Parfümherstellung vorangetrieben haben. (nz/ddp)