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Forscher schieben Bienensterben auf Virus

07. Sep 2007 13:09
Viren, Stress und falsche Ernährung: Mysteriöser Bienentod
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Das mysteriöse Bienensterben in Nordamerika soll von einem Virus ausgelöst worden sein. Im Frühjahr war ein gutes Viertel der amerikanischen Bienenvölker verschwunden.

Ein Virus könnte US-Forschern zufolge das mysteriöse großflächige Bienensterben in Nordamerika ausgelöst haben. Das so genannte Israeli Acute Paralysis Virus (IAPV) fanden die Wissenschaftler lediglich in kranken Bienenstöcken, nicht aber in gesunden.

Der Direktor des Zentrums für Infektion und Immunologie der Columbia Universität in New York, Ian Lipkin, stellte die These am Freitag in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsjournals Science vor.

Stress und Mangelernährung

Stichwort: Colony Collapse Disorder
Symptome des CCD sind das Fehlen aller erwachsenen Bienen im Stock, wobei jedoch keine toten Tiere in der näheren Umgebung zu finden sind. Die Brut, junge Bienen, Honig und Pollen sind dagegen noch vorhanden. Die erwachsenen Bienen fliegen ohne erkennbaren Grund aus dem Stock und sterben. Die genauen Mechanismen, die CCD verursachen, sind noch ungeklärt.
Zwischen 50 und 90 Prozent der kommerziellen Honigbienenvölker in den USA leiden unter einem Symptom, das als Colony Collapse Disorder (CCD) bekannt ist und nach Expertenmeinung außer durch das IAPV-Virus durch Spritzmittel, Milben, Stress und Mangelernährung hervorgerufen werden könnte.

Ein gutes Viertel der 2,4 Millionen Bienenvölker in den USA und einige tausend in Kanada hätten in Nichts aufgelöst, hieß es in diesem Frühjahr. Weitere Untersuchungen sollen nun zeigen, ob das Virus allein für den dramatischen Rückgang der Bienenvölker verantwortlich ist, oder ob es nur einer von mehreren Faktoren ist.

Nahrungsmittelengpässe

Mehr in der Netzeitung:
Die Agrarwirtschaft warnte vor Nahrungsmittelengpässen, sollte dem Sterben nicht bald Einhalt geboten werden. Honigbienen tragen bis zu 80 Prozent zur Bestäubung von insgesamt 90 Nahrungsmitteln bei - darunter sind Äpfel, Avocados, Blau- und Erdbeeren, Kiwis, Kirschen, Melonen, Sojabohnen, Zitrusfrüchte und sogar einige Getreidesorten.

Den Wert der von der Bestäubung abhängigen Nahrungsmittel beziffert das US-Landwirtschaftsministerium auf 14,6 Milliarden Dollar. (dpa)

 
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