04. Sep 2007 17:24
Was den US-Forscher Venter ausmacht, ist nun gänzlich bekannt. Im Dienste der Wissenschaft ließ er seine DNS entschlüsseln - und kam dadurch zu einem interessanten Ergebnis.
Venter ist Coautor einer Studie im Fachmagazin «PLoS Biology», die die komplette DNS-Karte eines Menschen aufzeigt. Schon in den vergangenen Jahren hatten Wissenschaftler Zweifel geäußert, ob wirklich 99,9 Prozent der Erbsubstanz bei allen Menschen aus den gleichen DNS-Bauteilen zusammengesetzt sind. «Jetzt ist es bewiesen», so Venter. Wissenschaftler hatten für die Studie die gesamte DNS von Venter aufgeschlüsselt und mit der seiner Eltern verglichen. Ein besseres Verständnis der DNS-Abweichungen bei Menschen könnte dabei helfen, die genetischen Grundlagen von Krankheiten zu verstehen, erklärte Richard Gibbs vom Baylor College of Medicine in Houston. Gibbs, der nicht an Venters Studie beteiligt war, nannte dessen Veröffentlichung bedeutend.
Bisher wurde auch angenommen, dass die DNS von Schimpansen der menschlichen Erbsubstanz zu rund 99 Prozent gleicht. Unter Berücksichtigung der neuen Forschungsergebnisse sei von einer nur etwa 95-prozentigen Übereinstimmung auszugehen, erklärte Venter. Die Aufschlüsselung von Venters Genen war bereits zuvor im Internet in wissenschaftlichen Foren veröffentlicht worden. Auch die Landkarte der DNS von James Watson, einem der Entdecker der molekularen DNA-Struktur, ist seit einiger Zeit im Internet zugänglich.