netzeitung.deKlimawandel sorgt für mehr Tropenregen

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Überschwemmungen nach einem Tropensturm in Florida (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Überschwemmungen nach einem Tropensturm in Florida
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Durch den Klimawandel hat sich laut Nasa die Regenverteilung auf der Welt deutlich verändert: Während er über Land trockener wird, regnet es öfters auf offenem Meer.

In tropischen Breiten fällt laut einer Studie der US-Weltraumbehörde Nasa immer mehr Regen. Während sich die gesamte Niederschlagsmenge rund um den Globus in den vergangenen drei Jahrzehnten kaum geändert habe, sei sie in den Tropen um fünf Prozent gestiegen, teilte der Autor der Studie, Guojun Gu vom Nasa-Zentrum in Greenbelt im US-Bundesstaat Maryland am Dienstag mit. «Ein immer wärmeres Klima ist der plausibelste Grund für diesen beobachteten Trend», ergänzt Co-Autor Robert Adler.

Die Wissenschaftler werteten für die Untersuchung Niederschlagdaten der vergangenen 27 Jahre aus, die von Satelliten und mit landgestützten Instrumenten gewonnen wurden. Demnach traten die regenreichsten Jahre vor allem nach 2001 auf. Das nasseste Jahr in den Tropen sei bislang 2005 gewesen. Mehr Regen sei vor allem über den Ozeanen gefallen, über Land sei er eher weniger geworden. Als Tropen gelten die Gebiete um den Äquator, die durch die beiden Wendekreise bei 23,5 Grad nördlicher und südlicher Breite begrenzt werden.

Trend oder zufällige Schwankung
Nach Ansicht von Klimaforschern führt die Erderwärmung zu einem verstärkten Austausch von Wasser zwischen Land, Meeren und der Luft. Höhere Temperaturen lassen das Wasser der Ozeane sowie auf der Erde in höherem Maße verdampfen, wodurch es zu stärkerer Wolkenbildung kommt, die wiederum zu mehr Regen und Schnee führt.

Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Trend handelt und nicht um zufällige Schwankungen, bereinigten die Nasa-Forscher für ihre Studie die Daten um zwei Naturereignisse, die den Regenfall beeinflussen: Das Klimaphänomen El Niño und Vulkanausbrüche.

Dadurch trete die Niederschlagentwicklung über Land und über den Meeren deutlicher hervor. In einem nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler nun den vermuteten Zusammenhang zwischen Klimawandel und verstärktem Tropenregen untersuchen. (nz/dpa)