Cannabis erhöht laut Ärzten Psychose-Risiko
27.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Wir haben nun genug Beweise, um junge Menschen zu warnen, dass der Gebrauch von Cannabis ihr Risiko erhöht, in späteren Jahren eine Psychose zu bekommen», schreiben die Mediziner. Der Grad der Gefährdung sei dabei abhängig von der Dosis. Wer die Droge häufiger nimmt, hat demnach ein höheres Psychose- Risiko. Bei den stärksten Nutzern ist es mehr als doppelt so groß wie beim Gelegenheitsraucher.
Zammit weist in dem Journal darauf hin, dass in Ländern wie den USA und Großbritannien rund 20 Prozent der Jugendlichen Erfahrung mit dem Rauschgift haben. In Deutschland sind es nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 26 Prozent.
Erst vor drei Jahren hatte das britische Unterhaus die bis heute geltende Liberalisierung auf den Weg gebracht. Danach werden ertappte Konsumenten nicht mehr festgenommen und müssen im Normalfall nur mit einer mündlichen Verwarnung rechnen.
Die derzeitige Cannabis-Debatte in Großbritannien hatte in der vergangen Woche eine skurrile Massenbeichte der britischen Regierung zur Folge: Elf Mitglieder von Browns Kabinett, allen voran Innenministerin Smith, gaben zu, «gelegentlich in der Jugend» Haschisch geraucht zu haben. (nz/dpa)

