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Grapefruit kann Brustkrebsrisiko erhöhen

20. Jul 2007 08:16
Gesund aber risikoreich: Grapefruits
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Der Grapefruit werden viele positive Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Doch nun vermuten Wissenschaftler im Verzehr der Frucht ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Jeden Tag Grapefruit essen kann nach Ansicht von US-Forschern das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um ein Drittel erhöhen. Wissenschaftler der Universitäten von Südkalifornien und Hawaii untersuchten 50.000 ältere Frauen nach der Menopause, die täglich mindestens ein Viertel der Frucht verzehrten.

Wie es in der im British Journal of Cancer veröffentlichten Studie (doi:10.1038/sj.bjc.6603880) heißt, erhöht Grapefruit die Produktion des Hormons Östrogen, bei dem die Forscher vermuten, dass es das Krebsrisiko erhöht. Genauer gesagt blockiert die Frucht ein Molekül, dass am Stoffwechsel von Östrogen beteiligt ist, dadurch erhöht sich der Blutspiegel des Hormons.

Mehr Forschung nötig

Mehr in der Netzeitung:
Brustkrebs ist mit rund einem Drittel die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr ist es die häufigste Todesursache bei Frauen in der westlichen Welt. In Deutschland sterben jährlich etwa 17.000 Frauen daran. Neben genetischer Disposition erhöhen aber auch Übergewicht und vermehrter Alkoholkonsum das Risiko, daran zu erkranken.

Die Wissenschaftler machten in der Studie aber auch deutlich, dass weitere Forschungen nötig seien, um genauere Aussagen zu treffen. So sei zum Beispiel nur der Verzehr von Früchten untersucht worden, nicht aber der Verzehr von Saft.

Mehr im Internet:
Die Grapefruit hat allerdings auch sehr viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. In ihr sind Radikalenfänger enthalten, außerdem senkt die Frucht den Cholesterinspiegel. Der Verzehr von Grapefruits kann auch Diabetes vorbeugen. Die Wirkung beruht darauf, das der Zuckerstoffwechsel nach dem Verzehr der Frucht besser funktioniert und deshalb der Blutzuckerspiegel niedriger ist und weniger Insulin produziert werden muss.

Einige Inhaltsstoffe der Grapefruit gehen Wechselwirkungen mit bestimmten Arzneimitteln ein. So kann der Abbau einiger Antiallergika oder Herzmedikamente behindert werden. (nz)

 
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