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Ein Kilo Fleisch oder 250 Kilometer Autofahrt

18. Jul 2007 19:07
Weidefütterung schont das Klima
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Die konventionelle Herstellung von einem Kilo Rindfleisch schädigt das Klima genauso wie eine längere Autofahrt. Ein Argument mehr für Öko-Rinder: Sie rülpsen weniger.

Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch aus konventioneller Landwirtschaft ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 250 Kilometern. Das berichtet das britische Magazin New Scientist (Nr. 2613, S. 15) mit Verweis auf japanische Forscher. Sie berücksichtigten unter anderem die Futterproduktion und das Methangas, das Rinder bei der Verdauung ausstoßen. Das Team um Akifumi Ogino vom Nationalen Institut für Vieh- und Weideforschung in Tsukuba hatte für die Studie Daten einer industriellen japanischen Rinderfarm verwendet. Der Originalartikel ist im Animal Science Journal (Bd. 78, S. 424; DOI: 10.1111/j.1740-0929.2007.00457.x) erschienen.

Öko-Rinder rülpsen weniger

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Die Produktion und der Transport des Futters machen demnach mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs aus. Der Hauptanteil des Treibhauseffekts der Fleischproduktion gehe jedoch auf Methan zurück, das bei der Verdauung entsteht. Der gesamte Treibhauseffekt von einem Kilogramm Fleisch entspreche dem von 36,4 Kilogramm Kohlendioxid. Da die Forscher den Energieverbrauch einer Rinderfarm und den Fleischtransport nicht berücksichtigt hätten, sei der Klimaschaden von einem Kilogramm Fleisch noch höher als berechnet, schreibt das Magazin.

Eine schwedische Studie hatte bereits herausgefunden, dass bei Fleisch von Öko-Rindern, die auf der Weide stehen, um 40 Prozent weniger Methangase produziert werden als beim Füttern mit Kraftfutter. Es gebe viele Versuche, den Treibhausgasstoß bei der Fleischproduktion zu verringern, sagte Su Taylor von der Gesellschaft der Vegetarier in Großbritannien. «Aber eines der einfachsten Dinge, die man tun kann, ist es, kein Fleisch mehr zu essen.» Die britische Regierung hatte jüngst einen Etat von 1,1 Millionen Euro für alternative Fütterungsmethoden zur Verfügung gestellt. Wissenschaftler sollen herausfinden, mit welcher Ernährung die Tiere weniger Methangas ausstoßen (nz/dpa)

 
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