18. Jul 2007 19:07
Die konventionelle Herstellung von einem Kilo Rindfleisch schädigt das Klima genauso wie eine längere Autofahrt. Ein Argument mehr für Öko-Rinder: Sie rülpsen weniger.
Die Produktion und der Transport des Futters machen demnach mehr als zwei Drittel des Energieverbrauchs aus. Der Hauptanteil des Treibhauseffekts der Fleischproduktion gehe jedoch auf Methan zurück, das bei der Verdauung entsteht. Der gesamte Treibhauseffekt von einem Kilogramm Fleisch entspreche dem von 36,4 Kilogramm Kohlendioxid. Da die Forscher den Energieverbrauch einer Rinderfarm und den Fleischtransport nicht berücksichtigt hätten, sei der Klimaschaden von einem Kilogramm Fleisch noch höher als berechnet, schreibt das Magazin.Eine schwedische Studie hatte bereits herausgefunden, dass bei Fleisch von Öko-Rindern, die auf der Weide stehen, um 40 Prozent weniger Methangase produziert werden als beim Füttern mit Kraftfutter. Es gebe viele Versuche, den Treibhausgasstoß bei der Fleischproduktion zu verringern, sagte Su Taylor von der Gesellschaft der Vegetarier in Großbritannien. «Aber eines der einfachsten Dinge, die man tun kann, ist es, kein Fleisch mehr zu essen.» Die britische Regierung hatte jüngst einen Etat von 1,1 Millionen Euro für alternative Fütterungsmethoden zur Verfügung gestellt. Wissenschaftler sollen herausfinden, mit welcher Ernährung die Tiere weniger Methangas ausstoßen (nz/dpa)