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Warum die Biotomate gesünder ist

06. Jul 2007 12:39
Allein bei der Tomatenschlacht sollte egal sein, ob Bio oder nicht.
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Bioprodukte haben den Ruf, gesünder zu sein. Zu Recht? Kalifornische Wissenschaftler haben verglichen und Gründe gefunden.

Konventionell angebautes Gemüse und Obst aus Supermärkten ist oft mit Pestiziden belastet und deswegen nicht unbedingt förderlich für die Gesundheit. Doch ganz abgesehen von diversen Rückständen scheinen Bio-Obst und Gemüse einen weiteren positiven Effekt auf die Gesundheit zu haben, wie Ernährungswissenschaftler der Universität of California in Davis herausgefunden haben.

Stichwort:
Flavonoide, sind wasserlösliche pflanzliche Farbstoffe, die meist unter der Außenhaut der Pflanzen vorkommen. Ihnen werden zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen, wobei die Wirkweise selbst noch umstritten ist. Wieviel der Körper davon aufnimmt, hängt freilich von der Zubereitung ab: Werden Obst und Gemüse geschält und gekocht, gelangen diese sekundären Pflanzenstoffe kaum in den menschlichen Organismus.
Die Wissenschaftler haben Tomaten beider Anbauformen miteinander verglichen. Dabei ist herausgekommen, dass in den Biotomaten der Anteil der Flavonoide Quercetin und Kaempferol um 79 beziehungsweise 97 Prozent höher liegt als in herkömmlichen Tomaten.

Wie die Leiterin der Studie, Alyson Mitchell dem Onlinedienst NewScientist sagte, war es bisher aufgrund verschiedener Bedingungen wie Boden, Bewässerung und Ernteverfahren schwierig, Biogemüse mit herkömmlichen angebautem Gemüse zu vergleichen.

Mehr in der Netzeitung:
In der aktuellen Studie, die laut NewScientist im Journal of Agricultural and Food Chemistry veröffentlicht werden wird, verwendeten die Forscher um Mitchell dagegen Daten, die in einem über zehn Jahre angelegten Projekt gewonnen wurden. Darin seien sämtliche Anbaubedingungen standardisiert worden, sagte die Leiterin der Studie.

Michells Team erklärt sich den signifikant unterschiedlichen Gehalt der Flavonoide durch den Einsatz von Stickstoffdünger in der herkömmlichen Landwirtschaft. Die Farbstoffe werden von der Pflanze als Schutzmechanismus produziert, der durch das Angebot von äußeren Nährstoffen gesteuert wird.

Mehr im Internet:
Die Pflanzen produzierten also weniger Flavonoide, wenn sie ein genügendes Angebot an Stickstoff durch herkömmlichen Dünger haben, schlussfolgert Mitchell. Der geringe Gehalt an Flavonoiden in den herkömmlich angebauten Tomaten könnte also von überdüngten Böden kommen, vermuten die Forscher. (nz)
 
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