28. Jun 2007 10:51
Die fortschreitende Versteppung könnte Millionen von Menschen aus ihrer Heimat vertreiben, warnt eine UN-Studie. Die Politik sei sich über den Ernst der Lage nicht im Klaren.
Die Ausbreitung der Wüsten könne in den kommenden zehn Jahren bis zu 50 Millionen Menschen zu Flüchtlingen machen. Dieses Problem anzugehen, sei ein entscheidender Faktor bei der Anpassung an das veränderte Klima, sagte Professor Hans van Ginkel von der Universität der Vereinten Nationen. In dem Bericht werden die Regierungen in den von Dürre betroffenen Regionen aufgefordert, die Politik der Landnutzung zu ändern und beispielsweise Überweidung zu stoppen. Die Autoren des Berichts kritisierten, dass im Kampf gegen die Versteppung die finanziellen Mittel fehlten.
So hätten die Zusagen der Geberländer bei einer Konferenz der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung 1995 knapp 30 Prozent unter dem Bedarf der betroffenen Länder gelegen. Die Politik sei sich über den Ernst der Situation nicht im Klaren, sagte der Hauptautor der Studie, Zafar Adeel. (AP)