11.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Säugling
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Weil Schwangere immer älter sind, kommen immer mehr Babys früher als erwartet zur Welt. Auch die Zahl der Fehlgeburten hat Besorgnis erregend zugenommen.
Die Zahl der Frühgeburten in Deutschland steigt seit Mitte der neunziger Jahre und liegt inzwischen bei etwa neun Prozent. Derzeit kämen jährlich rund 63 000 Kinder als Frühgeborene zur Welt, berichtet die in Neu-Isenburg erscheinende «Ärzte Zeitung».
Rund 12.000 davon würden bereits vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren, heißt es unter Berufung auf den Epidemiologen Wolf Kirschner von der Gesellschaft «Forschung, Beratung und Evaluation» an der Charité in Berlin.
Höheres Alter bei ErstgebärendenBeunruhigend sei auch die hohe Zahl der Fehlgeburten, hieß es. Bei den bundesweit jährlich 840.000 Schwangerschaften komme es schätzungsweise zu 140.000 Fehlgeburten vor der 22. Woche.
Hauptursache sei das steigende Alter der Frauen bei der ersten Schwangerschaft, sagte Joachim Dudenhausen, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin der Charité. Vor diesem Hintergrund sei bereits vor sieben Jahren das bundesweite Programm «Babycare» entwickelt und in die Schwangeren-Vorsorge eingeführt worden. (dpa)