Indianerstamm in Brasilien entdeckt
02.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Es handele sich um einen Unterstamm der Kayapo im knapp fünf Millionen Hektar großen Menkregnoti-Reservat. Zwei Stammesmitglieder seien in der vergangenen Woche unerklärlicherweise in einem Kayapo-Dorf aufgetaucht. «Wir wissen nicht, warum sie sich jetzt entschlossen haben, einen Kontakt herzustellen», sagte Moura. Das werde sich zeigen. «Dies ist ein sehr langsamer Prozess.»
Cunningham, der den Stamm noch nicht getroffen hat, erklärte in einer E-Mail weiter, die Kayapo nähmen an, dass die Metyktire von Familien gegründet worden seien, die vor dem Anthropologen Orlando Villas Boas in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts tiefer in den Dschungel geflohen seien. Sie leben in einem Gebiet, das wegen des dichten Regenwalds und fehlenden Flüssen in der Nähe schwer zu erreichen sei.
Miriam Ross von der Gruppe Survival International, die sich für die Rechte von Ureinwohnern einsetzt, schätzt die Zahl der bislang noch nicht kontaktierten Stämme weltweit auf mehr als 100. In Brasilien gibt es rund 700.000 Indianer, die meisten im Amazonas-Gebiet. 400.000 von ihnen leben in Reservaten, wo sie ihre traditionelle Kultur, ihre Sprache und ihren Lebensstil bewahren wollen. (AP)

