24.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Panthera tigris tigris könnte bald nur noch in Zoos zu sehen sein.
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Wilderei und der Verlust geeigneter Lebensräume haben alle Tigerarten dezimiert. Der Bestand in Indien ist nach einer neuen Erhebung weit stärker gefährdet als bislang angenommen.
In Indien gibt es höchstens noch 2000 Tiger: Der dortige Bestand ist dramatisch geschrumpft und weitaus kleiner als bislang angenommen. Das ergab eine Bestandserfassung durch das staatliche Wildlife-Institut in den vergangenen zwei Jahren.
«Die Ergebnisse sind deprimierend», sagte die Vorsitzende der Indischen Tierschutzgesellschaft, Belinda Wright. Sie setzt sich vor allem für die Großkatzen im land ein.
Vor einem Jahrhundert gab es in Indien noch mehrere zehntausend Tiger. Bei der letzten Zählung im Jahr 2002 wurde eine Bestandsgröße von 3500 Tieren geschätzt. Jetzt sind es nur noch maximal 2000. Allein im Unionsstaat Madhya Pradesh wurden nur noch 210 bis 340 Tiger gezählt, während die bisherige Schätzung von 710 Großkatzen ausging.
Tiger leben nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF noch in 13 Staaten der Erde. Ihre Gesamtzahl wird auf 5000 bis 7000 geschätzt. Verglichen mit 1906 ist dies ein Rückgang um 95 Prozent. Drei Tiger-Arten sind im Laufe des 20. Jahrhunderts ausgestorben, eine vierte wurde seit über 25 Jahren nicht mehr gesichtet. (nz/AP)