Putin soll sich der Amur-Leoparden annehmen
18.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Bei einer Raubkatzenart, die bereits so dicht vor dem Aussterben stehe wie der Amur-Leopard, müsse die Geburtenrate deutlich steigen, wenn der Bestand gesichert werden solle, sagte WWF-Experte Frank Mörschel. Wer die Amurleoparden retten wolle, müsse deshalb riesige Gebiete vor dem weiteren Zugriff durch den Menschen schützen, erläuterte Mörschel.
Die heute extrem selten gewordene Wildkatze ist deutlich größer als ihre Artgenossen in südlichen Regionen und war noch vor 100 Jahren beiderseits des russisch-chinesischen Grenzflusses Amur und südlich davon weit verbreitet. Zwischen der ostsibirischen Stadt Chabarowsk und Peking sowie in den Bergen der koreanischen Halbinsel jagte der Amurleopard vornehmlich Rehe und kleine Hirsche.
Außer in der russischen Provinz Pomorje gibt es noch etwa ein Dutzend der Wildkatzen im Norden Chinas. Auch in Korea werden noch einige Exemplare vermutet. Als Hauptursachen für das drohende Aussterben der Tierart gelten die Verfolgung des Leoparden wegen seines Felles und die zunehmende Be- und Zersiedlung der Landschaft durch den Menschen. (dpa)

