netzeitung.dePutin soll sich der Amur-Leoparden annehmen

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Der älteste Amur-Leopard lebt im Dortmunder Zoo. Die Raubkatze ist 22 Jahre alt. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der älteste Amur-Leopard lebt im Dortmunder Zoo. Die Raubkatze ist 22 Jahre alt.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Zur Rettung des Amur-Leoparden fordern WWF und weitere Organisationen den russischen Präsidenten Putin auf. Denn der Bestand im Osten Russlands ist ernsthaft bedroht und damit die Spezies insgesamt.

Die Artenschützer des WWF haben herausgefunden, dass es im äußersten Osten Russlands auf freier Wildbahn nur noch maximal 34 der scheuen Amurleoparden gibt. Das habe die jüngste Zählung Anfang dieses Jahres ergeben, teilte der Verband am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Die Zahl der seltenen Wildkatzen sei demnach seit der letzten Zählung im Jahr 2003 etwa gleich niedrig geblieben.

Bei einer Raubkatzenart, die bereits so dicht vor dem Aussterben stehe wie der Amur-Leopard, müsse die Geburtenrate deutlich steigen, wenn der Bestand gesichert werden solle, sagte WWF-Experte Frank Mörschel. Wer die Amurleoparden retten wolle, müsse deshalb riesige Gebiete vor dem weiteren Zugriff durch den Menschen schützen, erläuterte Mörschel.

Rettungsplan für die Raubkatze
Der WWF und weitere Organisationen forderten den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf, einen Rettungsplan für die Raubkatze in die Wege zu leiten. Unter anderem sei es notwendig, im Südwesten der russischen Provinz Primorje einen Nationalpark anzulegen sowie den Holzeinschlag zu beenden und den Lebensraum des Amur-Leoparden nicht weiter mit Straßen und Siedlungen zu zerschneiden.

Die heute extrem selten gewordene Wildkatze ist deutlich größer als ihre Artgenossen in südlichen Regionen und war noch vor 100 Jahren beiderseits des russisch-chinesischen Grenzflusses Amur und südlich davon weit verbreitet. Zwischen der ostsibirischen Stadt Chabarowsk und Peking sowie in den Bergen der koreanischen Halbinsel jagte der Amurleopard vornehmlich Rehe und kleine Hirsche.

Außer in der russischen Provinz Pomorje gibt es noch etwa ein Dutzend der Wildkatzen im Norden Chinas. Auch in Korea werden noch einige Exemplare vermutet. Als Hauptursachen für das drohende Aussterben der Tierart gelten die Verfolgung des Leoparden wegen seines Felles und die zunehmende Be- und Zersiedlung der Landschaft durch den Menschen. (dpa)